Wegen der guten Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds schloss die Rechnung 2018 der Stadt Schlieren mit einem Plus von 4,2 Millionen Franken. Budgetiert war ein Minus von 400 000 Franken. Der Gesamtaufwand lag bei rund 160,7 Millionen Franken und der Ertrag bei 164,9 Millionen Franken «Ich bin sehr zufrieden mit der Jahresrechnung», sagt Oliver Küng, Abteilungsleiter Finanzen und Liegenschaften der Stadt Schlieren. Der Aufwand und der Ertrag waren 2018 tendenziell höher als in den vergangenen Jahren.

Das Ergebnis verdankt die Stadt unter anderem dem tieferen Sach- und Betriebsaufwand sowie höheren Steuereinnahmen. Zudem hätten sich die Abteilungen diszipliniert an das Budget gehalten, teilt die Stadt in ihrer Mitteilung mit. Hinzu kommt, dass es im letzten Jahr eine Systemänderung in der buchhalterischen Abbildung des Finanzausgleichs gab.

Hoher Selbstfinanzierungsgrad

Schlieren hatte im Jahr 2018 einen Selbstfinanzierungsgrad von 93,4 Prozent. Der Finanzierungsfehlbetrag beträgt 0,8 Millionen Franken. Die aktuelle Nettoschuld pro Einwohner liegt nun bei 1819 Franken. «Wären die Investitionen wie geplant getätigt worden und wäre der Systemwechsel in der Abbildung des Ressourcenzuschusses aus dem Finanzausgleich nicht gewesen, wäre die Nettoschuld noch viel höher», sagt Küng.

Der hohe Selbstfinanzierungsgrad sei ein wenig trügerisch, da viele Investitionen noch nicht getätigt wurden. Von den budgetierten 22,5 Millionen Franken Investitionen wurden nur 12,5 Millionen umgesetzt. In den Jahren 2017 und 2016 war beinahe dreimal so viel investiert worden wie im letzten Jahr. «Wir hatten einige Verzögerungen in den Investitionen», so Küng.

So seien Projekte wie die Neugestaltung der Güter- und Bahnhofstrasse verzögert worden. Der Rest der veranschlagten Kosten soll in den nächsten Monaten ausgegeben werden.
Nachdem die Steuerkraft pro Einwohner im Jahr 2017 noch bei 2843 Franken lag, ist sie 2018 auf 3258 gestiegen. Der kantonale Durchschnitt – ohne die Stadt Zürich – liegt bei 3744 Franken. Die Stadt Schlieren holt also auf in Sachen Steuerkraft pro Einwohner. Insgesamt lag der Fiskalertrag 4,7 Millionen Franken über Budget.

Für das laufende Jahr 2019 wird ein Minus von rund 3,9 Millionen Franken erwartet, dies bei einem Gesamtaufwand von rund 169,6 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von über 165,6 Millionen Franken.