Acht Teenager versammeln sich um die kleine Eiche. Sie pflanzen den vierjährigen Baum bei der Waldhütte Grossmatthau im Birmensdorfer Wald. Für die Schüler der Sekundarschule Birmensdorf-Aesch findet diese Woche eine Projektwoche statt, in der sie von Maskenschnitzen über Spray Painting bis hin zu Natur- und Technik-Experimenten alle möglichen Erlebnisse machen. Die Schüler des Workshops «Der Wald ist nicht genug», verbringen ihre Zeit in Begleitung von Werklehrer Matthias Bauer und Schulsozialarbeiter Roger Buob im Wald. Am Dienstagmorgen fällten sie, nach Absprache mit dem Förster, einen Baum. Das machte ihnen sichtlich Eindruck. «Sobald sie sich körperlich betätigen können, haben sie Spass», sagte Bauer. Im sicheren Abstand zu den Knaben standen zwei Mädchen der Schülerzeitung und richteten die Kamera ihres Handys auf das Geschehen im Wald. Als der Förster fragte, wer denn nun die Eiche pflanzen wolle, streckte ein Knabe sofort die Hand in die Höhe. Mit Pickel und Schaufel grub er ein kleines Loch im Waldboden, darin versank die Eiche. Der Baum wurde von «Wald Zürich», dem Verband von Zürcher Waldeigentümern, zu seinem 100-Jahr-Jubiläum jedem Mitglied geschenkt. Den Birmensdorfer Sekschülern diente die Übergabe als Beispiel dafür, wie man einen Baum pflanzt. Kurz darauf packten sie selbst an. Der Förster hatte in einem offenen Wagen Dutzende kleine Tannen mitgebracht. Diese warteten darauf, von den Jugendlichen in den Waldboden gepflanzt zu werden.