Pro Jahr traten im Schnitt 11 Mitglieder aus dem Kantonsrat zurück, wie eine Auswertung der Parlamentsdienste zur vergangenen Legislatur zeigt. Das ist etwas mehr als der Durchschnitt der beiden vorherigen Legislaturen. Die Fluktuation habe sich somit um 2 Prozent erhöht.

Ein häufig genannter Grund für einen vorzeitigen Rücktritt ist die zeitliche Belastung. Das Amt als Kantonsrat oder als Kantonsrätin ist aufwendig, was viele Kandidierende anfangs unterschätzen.

Die Zürcher Parlamentarier waren im Schnitt an 95 Prozent aller Sitzungen dabei. Angesichts der durchschnittlichen Sitzungsdauer von rund 4 Stunden ergibt dies für die gesamten vier Jahre eine zeitliche Belastung von 19 Arbeitswochen. Dazu tagten die zwölf Sach- und Aufsichtskommissionen rund 1300 Mal.

Der finanzielle Aufwand des Kantonsrates inklusive der Parlamentsdienste beläuft sich auf durchschnittlich 9,5 Millionen Franken pro Jahr. Dies entspricht etwa 0,5 Prozent des gesamten Kantonsbudgets.

Die laufende Legislatur geht am 29. April zu Ende. Danach tagt der Kantonsrat in jener neuen Zusammensetzung, die das Volk am 24. März bei den Wahlen bestimmen wird.