Daniel Kalt bezeichnet sich als ausgewogenen und besonnenen Menschen, der die Natur liebt und in seiner Freizeit gerne auf Seen und Weltmeeren segelt. «Wenn ich nicht arbeite, bin ich auch am liebsten draussen anzutreffen», bekräftigt der in Rheinfelden Geborene.

Nach seiner Schulzeit in Spreitenbach begann er 1990 eine Lehre als Landschaftsgärtner bei der Firma Möckel in Würenlos. Danach absolvierte er eine berufsbegleitende Handelsschule sowie diverse IT-Weiterbildungen. Derzeit befindet sich Kalt wieder in einer berufsbegleitenden Ausbildung zum Greenkeeper respektive Sportplatzspezialisten.

Auch heute ist er noch davon überzeugt, dass seine Berufswahl richtig war. «Der Grund, warum ich mich relativ jung selbstständig gemacht habe, war meine damalige Arbeitsstelle, welche mich nicht glücklich machte. Zudem fragten mich oft Freunde an, ob ich nicht Gartenprojekte für sie ausführen würde, was natürlich im Angestelltenverhältnis nicht möglich war», erklärt Kalt. 1996 entschied er sich, eine eigene kleine Gartenbaufirma zu gründen. 2012 wurde die Einzelfirma in eine GmbH umgewandelt, heute zählt sie sechs Mitarbeiter. Der Firmensitz befindet sich in Spreitenbach.

Heute digitalisiert er Gärten

Nebst Änderungen werden Unterhaltsarbeiten erledigt und mit modernster Technik ausgestattete, smarte Gärten gebaut. Wie vieles in unserem Umfeld ist auch der Garten im Umbruch. Moderne Technik hilft mit, den Garten mehr zu geniessen. Der bekannteste Helfer ist der leise, immissionsfreie Rasenroboter, der kaum noch wegzudenken ist. Des Weiteren messen smarte Bewässerungsanlagen die aktuelle Feuchtigkeit im Boden, berücksichtigen die Wetterprognosen und planen dann genau die nötige Beregnungsdauer. Alle diese technischen Hilfsmittel können bequem via Smartphone von überall auf der Welt kontrolliert und bedient werden.

«Smarte Gärten machen es möglich, dass auch ältere Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Bei vielen Kunden überwachen wir via Fernwartung die Rasen-Roboter und können bei Störungen selbstständig reagieren», erzählt Kalt, der vor fünf Jahren einen Showroom und eine Werkstatt für Rasen-Roboter in Urdorf eröffnet hat. Dort kann man eine Vielzahl von Modellen reparieren lassen, testen oder erwerben.

Seit zehn Jahren wohnt der begeisterte Gärtner im Weinbergquartier in Dietikon, wo er seine freien Stunden oft im eigenen Garten verbringt. «Ich geniesse in meiner Freizeit auch das Biken im Wald oder Schwimmen im Egelsee. Im Bruno-Weber-Park bin ich auch viel anzutreffen. Dieser liegt in der Nähe meiner Wohnung und strahlt auch nach Jahren für mich noch eine magische Ruhe aus», sagt der 46-Jährige.

Kalt hat gerne in Spreitenbach gewohnt und lebt jetzt auch gerne in Dietikon. Darum kann er das weitherum kommunizierte schlechte Image der beiden Orte so nicht stehen lassen. Er kenne beide Gemeinden sehr gut. Und so schlecht, wie sie teils dargestellt würden, seien sie bei weitem nicht.

Sicherlich gestalte sich das Zusammenleben vieler verschiedener Kulturen und Schichten nicht einfach. «Aber mal ehrlich, wo gibt es denn noch die heile Welt? Ich finde die Lebensqualität im Limmattal Klasse. Mir gefallen die Infrastrukturen und das Urbane. Als Arbeitgeber schätze ich natürlich auch die gute Wirtschaftskraft in der Region», sagt Kalt.