7000 eidgenössische Schützinnen und Schützen werden im kommenden Jahr dem Limmattal ihren Besuch abstatten und ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Von 15. Juni bis 1. Juli findet das 26. Zürcher Kantonalschützenfest erstmals im Bezirk Dietikon statt. An drei verlängerten Wochenenden heisst es dann «Guet Schuss». Das letzte Kantonalschützenfest fand 2012 im Bezirk Pfäffikon statt. Die Vorbereitungen sind bereits in der heissen Phase. Derzeit ist das Organisationskomitee (OK) des Schützenfest-Trägervereins dabei, die letzten Helferinnen und Helfer für den Grossanlass zu rekrutieren. Allein für den Schiessbetrieb werden pro Tag 270 Helfer gebraucht, für alle sechs Festwirtschaften noch etwa 100 weitere.

30 Prozent der Helfer fehlen noch

Ohne viele freiwillige Helfer kann solch ein Grossanlass nicht durchgeführt werden, dessen ist sich auch OK-Präsident Hans Egloff, SVP-Nationalrat aus Aesch, bewusst. «Ich bin ja nur das Aushängeschild. Um mich herum gibt es ein super OK und unzählige Helfer, ohne die ich nichts ausrichten könnte», schwärmte er in einem Interview über das Schützenfest gegenüber dem «Dietiker Stadt-Magazin».

Eine Schlüsselaufgabe bei der Rekrutierung der Helfer hat Werner Hedinger vom Feldschützenverein Birmensdorf. Als Erster Vizepräsident, Chef Sponsoring und Präsident des Trägervereins leitet er das gesamte Geschäft im Namen des OK-Präsidenten Egloff. Dreizehn Vereine aus dem Limmattal und der Schiessplatzgenossenschaft Höngg haben den Trägerverein gegründet. Aus ihren Reihen rekrutieren sich naturgemäss die meisten der Helfer. Der Grossteil des Schiessbetriebs wird von ihnen abgedeckt. Darüber hinaus sind sie auch für die Parkplatzorganisation zuständig. Dabei und beim Shuttle-Service werden sie von der Zivilschutzorganisation Limmattal unterstützt. Damit auch die organisierenden Schützen zu ihrem Schiesspensum kommen, wird es einen speziellen Schiesstag für die Helfer geben.

«Das Ziel ist, dass wir bis 31. März sämtliche Helferinnen und Helfer beisammenhaben, einschliesslich der Reserven», meint Hedinger. «Wir brauchen viele freiwillige Vereine und Personen über unsere Schützenschar hinaus.» Denn noch fehlen 30 Prozent der Helfer. Vor allem die Montage lassen sich schwer besetzen.

«Warner» sorgen für Entlastung

Aus diesem Grund bittet das OK nun weitere Kreise um Unterstützung. Vor allem Schülerinnen und Schüler liegen derzeit in Hedingers Fokus. Sie werden als sogenannte «Warner» gebraucht. Zu diesem Zweck hat er sämtliche Schulen im Limmattal und Zürich Höngg angefragt. «Mit Unterstützung der Schulgemeinden und Schulkommissionen hoffen wir, dass sich ganze Schulklassen für die Warnertätigkeit einsetzen können», so Hedinger. Seinen Warner brauche der Schütze, um einen kühlen Kopf bewahren zu können, meint er. Der Warner bedient die elektronische Trefferanzeigeanlage für den Schützen, sagt ihm die Schiessprogramme an und gibt sie auch für ihn ein. Ausserdem überträgt er die Resultate des Schützen in dessen Schiessbüchlein.

Schülerinnen und Schüler ab elf Jahren, also aus 5. und 6. Klassen, sowie Oberstufenschüler hätten sich für diese Aufgabe nach einer Instruktion als hervorragende Helfer erwiesen. «Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Schülern als Warner gemacht», so Hedinger. Auch in anderen Kantonen habe man sie zur vollen Zufriedenheit bei Anlässen dieser Art rekrutiert.

Als Einsatztage stellt sich das OK die Freitage und Montage für die Schüler vor. Im Idealfall würden diese Tage als Projekttage gelten, und die Schüler würden dadurch keine Jokertage verlieren. Seit dem Schuljahr 2007/2008 kann im Kanton Zürich jeder Schüler pro Schuljahr insgesamt zwei Jokertage ohne Dispensationsgesuch einziehen.

Jeder Helfer, ob aus den Schützenvereinen oder aus den Schulen, bekommt für seinen Einsatz 30 Franken Entschädigung pro Tag, dazu ein Mittagessen sowie im Schiessbetrieb eine Zwischenverpflegung. Ausserdem erhält jeder ein T-Shirt vom Anlass.

Wer will helfen? Auf www.zhksf2018.ch findet man die neusten Informationen zum Anlass sowie Anmeldeformulare für die Helfertätigkeiten.