Es ist eine brutale Tat, die sich am 22. Oktober 2016 abspielte. Ein ehemaliger Polizist tötet seinen eigenen Hund, indem er ihm zuerst mit einem Stechbeitel – einem Werkzeug zur Holzbearbeitung – den Brustkorb aufschnitt und ihm anschliessend den Schädelknochen zertrümmerte, wie die "NZZ" schreibt. Dem Obergericht erklärte er, eine Person habe ihn ganz schnell und immer wieder dazu aufgefordert, woraufhin er den Hund durch einen einzigen Hieb mit einem Samuraischwert getötet habe. Der Angeklagte versicherte jedoch, dass er keine Stimmen höre. Stattdessen sei eine unbekannte Drittperson involviert gewesen.

Schwere psychische Krankheit

Zudem wird dem heute 44-jährigen Mann vorgeworfen, zwei Psychiatriepfleger tätlich angegriffen zu haben. In einem Prozess im August hatte das Bezirksgericht Bülach festgestellt, dass der Beschuldigte die Straftatbestände der Tierquälerei und der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamten erfüllte, allerdings nicht schuldfähig sei, da er unter einer schweren psychischen Krankheit leide. In einem psychiatrischen Gutachten waren ihm eine Psychose im schizophrenen Bereich und ein Abhängigkeitssyndrom von Alkohol und Medikamenten attestiert worden, wie die "NZZ" weiter berichtet. 

Das Bezirksgericht ordnete nur eine ambulante Therapie an, obwohl der Staatsanwalt zum Schutz der Bevölkerung eine stationäre Massnahme forderte. Er sprach von einer "Bagatellisierung einer an Brutalität kaum zu überbietenden Tat" durch die Vorinstanz. Das Obergericht gab stimmte ihm zu und revidierte das Bülacher Urteil. Es stützte sich auf das psychiatrische Gutachten und ordnete eine stationäre Massnahme an.