Schnell ins Hotel oder nach Hause: Das wollten wohl die Easyjet-Passagiere, die am Freitag von Berlin Tegel nach Zürich flogen und pünktlich um 22.50 Uhr landeten. Doch daraus wurde nichts: Probleme am Flughafen verhinderten die zügige Weiterreise.

Nachdem zwei Busse die Passagiere vom Aussenstandplatz zum Eingang der Zollhalle 2 gefahren hatten, öffnete sich die erste Glastür der Schleuse – nicht aber die zweite. Die müden Passagiere hätten erfolglos alle möglichen Schalter und Knöpfe gedrückt, schreibt der "Tages-Anzeiger". Eine betroffene Passagierin sagt zur Zeitung: "Die Leute wollten bloss nach Hause und nicht halb auf dem Rollfeld übernachten."

Drei Flughafenmitarbeiter entdeckten die Passagiere auf ihrem Heimweg. Sie meldeten den Fall der Betriebsleitzentrale, die zwei Busse schickte, um die Wartenden abzuholen. Diese wurden zum Terminal A gefahren, das noch offen hatte. Das Gepäck drehte allerdings in der anderen Zollhalle seine Runden auf dem Rollband. Einheimische zeigten den Passagieren schliesslich den Weg dorthin. Wartezeit und Extrarunde brockten den Fluggästen 30 Minuten Verspätung und verpasste Züge ein.

Ein Flughafen-Mitarbeiter erklärt die Panne an der Tür gegenüber "Tages-Anzeiger" mit einem technischen Defekt. Vor zwei Wochen war es bereits einmal zu einem solchen Vorfall gekommen. Damals habe der Sicherheitsdienst die Tür zu früh geschlossen. Sonst kenne man keine Probleme mit der Schleuse, weshalb es keine Gegensprechanlagen und Alarmknöpfe gebe. Der Mitarbeiter sagt weiter, die Angestellten, die sich um verlorenes Gepäck kümmern, gingen erst nach Betriebsschluss nach Hause. Der Flughafen habe ausserdem Polizei, Grenzkontrolle und Nachtportiers im Einsatz.

Letzte Woche lenkte der Funkspruch eines Swiss-Piloten die Aufmerksamkeit auf den Flughafen Zürich. Der Pilot verlor im Gespräch mit einer Fluglotsin die Nerven und wurde ausfällig.

«Ich han d'Schnauze voll vo dem huere Drecksplatz»: Swiss-Pilot ist ziemlich genervt

«Ich han d Schnauze voll vo dem huere Drecksplatz»: Swiss-Pilot ist ziemlich genervt.  

(mwa)