Gaby Walther

Das Kindergartengebäude in Zwingen ist bereits 60 Jahre alt und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Da ein Umbau mit Anbau teurer als ein Neubau geworden wäre, beschloss der Gemeinderat, einen Projektwettbewerb für einen neuen Kindergarten durchzuführen. 49 Architekturbüros hatten sich gemeldet, 8 wurden von der Jury ausgewählt, davon 2 Nachwuchsbüros.

«Als Auftraggeber der Gemeinde wollten wir auch jungen Leuten eine Chance geben», sagte Gemeinderätin Denise Eicher. Ein guter Entscheid, denn das Nachwuchsbüro Hörler Architekten aus Basel erzielte mit ihrem Projekt Taka Tuka den ersten Rang.

Dreiteilig gegliedert

Das Modell des Doppelkindergartens weist ein in drei Baukörper gegliedertes Gebäude auf, mit ein bis zwei Geschossen und einem pultartigen Schrägdach. Auf der Nordwestseite befindet sich der Eingang mit Vorplatz, auf der Südseite ein grosszügiger Aussenbereich für Spiel und Aufenthalt. Die beiden Kindergärten sind an den zwei Polen des Erdgeschosses untergebracht.

Im Mittelteil ist ein Gang mit Nebenräumen, Gruppenräumen und Küche. Die Räume sind so konzipiert, dass sie auch basisstufentauglich wären. Im Obergeschoss sind die Spielgruppe, die Elternberatung und der DAZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache ) untergebracht.

«Eine Option war auch der Bau eines Kindergartens bei der Schulanlage», erklärte Eicher. Doch davon sei man wieder abgekommen, denn einerseits wären die letzten Landreserven bei der Schule aufgebraucht worden und andererseits fand man es sinnvoller, den Vorschulbereich getrennt von der Schule zu führen.

Während der letzten Woche hatte die Bevölkerung von Zwingen die Gelegenheit, die acht Projekte zu begutachten. Im Oktober muss das auf rund 2,5 Millionen Franken veranschlagte Projekt von der Gemeindeversammlung abgesegnet werden. In den Sommerferien 2011 soll auch der zweite Kindergarten wie bereits der erste ins alte Schulhaus umquartiert werden.

Der ehemalige Kindergarten wird dann abgerissen und mit dem Neubau gestartet. Im Sommer 2012 soll dieser einzugsbereit sein. Das alte Schulhaus könnte später dann von den Ortsvereinen genutzt werden, so die Vorstellung des Gemeinderates.