Wenn ab diesem Sonntag in der «Sonntag bz» die grosse Sommeraktion «Lies dich fit - das bz-Diätduell» startet, ist auch Sarah-Jane als Motivations-Coach dabei.

Sarah-Jane ist zu beneiden. Nicht nur schwimmt die Baselbieter Volksmusiksängerin beruflich auf der Welle des Erfolgs, sie muss sich auch hinsichtlich ihrer Figur keine Sorgen machen. Das genaue Körpergewicht der 23-jährigen Rothenfluherin wird zwar strenger gehütet als das Schweizer Bankgeheimnis, doch genügt ein Blick, um sich von ihrer guten Verfassung zu überzeugen. «Ich habe mein Traumgewicht erreicht», bestätigt Sarah-Jane heute und freut sich diebisch.

Das war nicht immer so. Auch Sarah-Jane hatte durchaus Phasen des Ringens mit überflüssigen Pfunden. Daran war in erster Linie ihre Sucht nach Schokolade schuld. Ganz unabhängig davon, dass der alte Trude-Herr-Schlager «Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann» zu ihrem Repertoire gehört. Aber Schokolade und andere Süssigkeiten wanderten früher gleich tafelweise aus ihrem Einzugsgebiet in den Verdauungstrakt - bis Hilfe von ziemlich unerwarteter Seite kam.

Es war an einem TV-Auftritt für den Südwestrundfunk im Februar 2007 in Bad Schussenried, als sie die Bekanntschaft des Ulmer Hypnotiseurs Stephan Stern alias Stephan Schlachtmeier machte. Gerade hatte sich ihr Schweizer Schlagerkollege Leonard von Stern seine Schokolade-Leidenschaft weghypnotisieren lassen, und das wollte Sarah-Jane auch. Eines stellt die 23-Jährige von Vornherein klar. «Die Methode klappt nur, wenn du wirklich willst. Ich wollte in meinem tiefsten Inneren von der Schokolade wegkommen, und deshalb hat es auch funktioniert.» Bis es so weit war, benötigte Sarah-Jane allerdings mehrere Sitzungen, in denen Stern sie in
Hypnose versetzte. Dabei wurde in ihrem Unterbewusstsein der Schoggi-Drang «umgepolt».

Nun ist das ja mit Hypnotiseuren und anderen Heilsversprechern so eine Sache. Die Eigenwerbung «bekannt aus Funk und Fernsehen» wirkt dabei oft wie der Gütesiegel der Scharlatanerie. Auch Stephan Sterns Raucherentwöhnungs- und Abnehmseminare, wo rasche Erfolge in Aussicht gestellt werden, sind alles andere als unumstritten. Auf seiner Schweizer Internetseite prangt derzeit sogar der unfreundliche Hinweis, dass sich sein Webmaster in aller Form von ihm distanziert. Doch von Hokuspokus will Sarah-Jane nichts wissen. «Ich habe Stern als absolut seriös erlebt. Wieso sollten gewisse Menschen nicht über gewisse spirituelle Fähigkeiten verfügen?»

Und geholfen hat es jedenfalls auch. Ein Jahr lang konnte Sarah-Jane in jedem Einkaufsladen locker an den Regalen mit Süssigkeiten vorbeigehen, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden. Sechseinhalb Kilo weniger auf der Waage waren die direkte Folge. Aber nochmals: «Wer erwartet, dass einem mit Hypnose die Lust auf Schokolade einfach weggezaubert werden kann, irrt. Es geht nicht, ohne dass man wirklich will.» Heute kann Sarah-Jane sehr bewusst Süssigkeiten geniessen, ohne diese gleich wegputzen zu müssen. Wenn sie fotogen in eine Tafel Schokolade beisst und verlauten lässt «Meine Trennkost beschränkt sich darauf, das Silberpapier von der Schokolade zu trennen», dann tut sie das mit einem Augenzwinkern für die Boulevardmedien. «Diesen Spruch habe ich erst noch geklaut», sagt sie mit dem Schalk im Nacken. Kein Zweifel: Eine bessere Begleiterin für das bz-Diätduell kann man sich wahrlich nicht wünschen.