Zur Kasse gebeten werden nicht nur Cohen, sondern auch der Sender Showtime und das Netzwerk CBS, berichtete die "New York Times" am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf ein Dokument des Bundesbezirksgerichts Columbia. Moore war Ende Juli als Gast in Baron Cohens Sendung "Who is America?" aufgetreten.

Baron Cohen ("Borat", "Ali G.") war in der Sendung als israelischer Antiterror-Experte "Erran Morad" aufgetreten und hatte Moore interviewt. "Morad" hatte ein Gerät dabei, das wie ein Metalldetektor aussah, aber als israelische Erfindung vorgestellt wurde, welche Pädophile entlarven würde. Als das Gerät signalisierte, dass Moore pädophil sei, beendete dieser das Interview und verliess die Sendung.

Dem ehemaligen Senatskandidat Moore war im November 2017 von mehreren Frauen vorgeworfen worden, sie in seinen 30ern sexuell bedrängt zu haben, während sie selbst Jugendliche waren. Er bestreitet das. Die folgende Wahl in Alabama im Dezember hatte er verloren. Baron Cohen wurde laut der New York Times bereits mehrmals wegen seiner Shows verklagt. Die Klagen scheiterten jedoch häufig.