"Das war anstrengend. Wirklich schwierig war es allerdings, meine innere Wut zu kontrollieren", sagte Bell nach der Weltpremiere des Werks von Regisseur Guy Nattiv beim 43. Toronto International Film Festival (TIFF).

Er sei bei der Vorbereitung davon ausgegangen, dass es schwer werden würde, Einblick in rechtsradikale Gruppen zu bekommen. "Doch dann passierten mit dem Beginn der Dreharbeiten die Unruhen in Charlotteville. Es war schrecklich, dass man nur auf die Titelseiten schauen muss, um zu sehen, wie alarmierend nah dieses Thema ist", sagte Bell.

"Skin" basiert auf dem Leben von Bryon Widner, dessen Geschichte 2011 bereits in der Dokumentation "Erasing Hate" erzählt wurde. Jahrelang Mitglied einer rechtsradikalen Gruppe in Indiana/USA, riskierte der einstige Skinhead sein Leben, um die Verbindung zu verlassen. Er liess sich in aufwendigen Behandlungen seine Gesichtstätowierungen entfernen.