"Ich glaube, dass unser Blick eingeschränkt wird, wenn wir nur einen bestimmten Teil der Wirklichkeit zu sehen bekommen und einen anderen zu wenig oder gar nicht", sagte die 51-Jährige zu "Zeit Online".

Auch sie selbst, aufgewachsen "mit einem recht konservativen Familienbild", sei in Vorurteilen gefangen: "Ich habe am lautesten Blondinenwitze erzählt." Die Erkenntnis habe den Anstoss gegeben, sich für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen.

Der Fall Dieter Wedel hat laut Furtwängler die Film- und Fernsehbranche massiv aufgerüttelt. Von der MeToo-Debatte erwartet sie, "dass wir lernen, Machtmissbrauch und seine Folgen konkret und konstruktiv zu adressieren und zu beheben".

Als Mädchen sei sie sexuell belästigt worden und habe darüber nicht gesprochen. Sie habe damals nicht das Gefühl gehabt, man müsse dagegen vorgehen. Furtwängler: "Ich dachte eher: Das passiert uns Frauen eben."