Einige Stunden später kamen sie wieder frei. "Es ist meine erste Festnahme", sagte der Kino-Held nach seiner Freilassung am Freitag. "Und lasst uns hoffen, dass es meine letzte war".

Vor seiner Festnahme hatte Clooney auf den Stufen der Botschaft vor laufenden Kameras gesagt, die sudanesische Regierung müsse aufhören, "ihr eigenes Volk umzubringen, zu vergewaltigen und auszuhungern".

Clooney beschuldigte die Regierung von Präsident Omar al-Baschir, mit der Blockade von Nahrungs- und Hilfslieferungen die humanitäre Lage in der Region an der Grenze zum Südsudan zu verschärfen.

Clooney, sein Vater Nick und weitere Protestierende wurden festgenommen, nachdem sie drei Mal davor gewarnt worden waren, eine Polizeiabsperrung vor der Botschaft zu übertreten. Festgenommen wurden auch der demokratische Abgeordnete Jim Moran und der Bürgerrechtsführer Ben Jealous.

Clooney engagiert sich seit Jahren für die Menschen im Sudan und warnte am Mittwoch bei einer Anhörung im US-Senat vor einer humanitären Krise im Grenzgebiet.

Der Schauspieler hatte die Krisenregion vor kurzem selber besucht und sei dabei unter Raketenbeschuss geraten, erzählte er. Ein neunjähriger Junge habe bei einem Angriff beide Hände verloren.