Auch der 17. Herbscht- und der 11. Adventsmäärt erwiesen sich in Wettswil als Publikumsmagnete. Dass aus den beiden Veranstaltungen Überschüsse resultieren, ist aber auch dem grossen Einsatz eines Organisationskomitees zu verdanken. «OK und die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer legen sich uneigennützig ins Zeug für eine gute Sache», sagte OK-Präsident Remo Buob bei der Geldübergabe. Er sieht in den beiden Märkten eine Bereicherung des Dorflebens. Es entspricht auch der Tradition, dass ein Teil der Überschüsse an gemeinnützige, wohltätige Organisationen und Institutionen fliesst - getreu dem in Wettswil hochgehaltenen Motto «Menschen für Menschen».

In den vergangen Jahren kamen einige tausend Franken zusammen. Das «Paradies» in Mettmenstetten kommt nun nach 2006, als 6666 Franken überreicht wurden, ein zweites Mal in den Genuss einer Geldspende. Remo Buob und sein Team übergaben dem «Paradies»-Leiter Kurt Romer dieses Mal einen Check in der Höhe von 8888 Franken.
Ein willkommener «Zustupf», der obendrein im richtigen Moment kommt. Das «Paradies» will nämlich die im Vorjahr geschlossene Jugendgruppe im Sommer wieder reaktivieren. Damit steigt dann die Zahl der im Heim lebenden Kinder und Jugendlichen von derzeit 15 auf erneut 24. In dieser Jugendgruppe wird der Fokus auf die Förderung des erlebnispädagogischen Bereichs gelegt. Deshalb wird die Wettswiler Spende nach den Worten von Kurt Romer in eine Kanu-Ausrüstung investiert. Und Kanu-Einsätze sind geeignet, die Selbstkompetenz der Jugendlichen zu fördern und eine erwünschte positive Gruppenkultur aufzubauen und zu festigen.

Wohnen, Betreuung im «Paradies» - Besuch der öffentlichen Schule

Das Wohnheim «Paradies» wird von der Genossenschaft der Heilsarmee betrieben. Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche, die laut Kurt Romer «in einer nicht immer einfachen Situation aufgewachsen sind» und deren Eltern durch ihre speziellen Lebensumstände die Erziehungsverantwortung nicht vollumfänglich wahrnehmen können. «Wir betreiben aber kein Sonderschulheim. Die Kinder und die Jugendlichen aus den Kantonen Zürich, Zug und Aargau leben bei uns, und sie werden auch betreut. Sie gehen in aller Regel in die öffentliche Schule», sagt Romer. (-ter.)