Jährlich bis zu 15 Todesfälle gab es zwischen 2010 und 2015 laut Juan José Segura. Der Arzt hat das Phänomen «Balconig» untersucht. Dabei handelt es sich um Touristen, die in Hotels von Balkonen direkt in den Pool zu springen versuchen. Eine lebensgefährliche Mutprobe, die in den letzten Jahren immer weniger Nachahmer gefunden hat.

Doch nun schlägt der Arzt Alarm: «Es schient, dass dieses Jahr nicht wie die vorherigen sein wird, und wir wieder zu der alten Tendenz zurückkehren», zitiert der Stern Juan José Segura. Allein in seinem Spital auf den Balearen sind dieses Jahr laut dem deutschen Nachrichtenmagazin bereits drei Menschen gestorben, die von Balkonen gestürzt sind. Andere haben schwere Verletzungen und Lähmungen davongetragen. Ob es sich dabei um Unfälle oder willentliche Sprünge gehandelt hat, kläre die Polizei ab.

Die Hoteliers ergreifen derweil bereits Massnahmen. Potenzielle Balkonspringer – vorwiegend junge Männer – werden im Parterre einquartiert, zudem werden Flyer verteilt und im Badeort Magaluf ist der Verkauf von Alkohol eingeschränkt worden. (smo)