Richner geht deshalb in die Offensive und will unter anderem eine Partnerschaft mit der Schweizer Wirtschaft eingehen, wie er gegenüber der Zeitung "Sonntag" sagte. "Asien ist in den kommenden Jahren entscheidend für die globale Wirtschaft und unsere Spitäler sind in der Region das beste Aushängeschild für die Schweiz", erklärt Richner. "Auf dieses Image sollte die Wirtschaft setzen." Beat Richner wird sein Konzept Mitte Dezember Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer vorstellen.

Richner geht auch deshalb auf die Wirtschaft zu, weil er von der Entwicklungspolitik des Bundes wiederholt enttäuscht wurde. "Das Deza hat es auch nach 18 Jahren nicht begriffen. Schon 1996 hatte der damalige Bundespräsident Jean-Pascal Delamuraz 3 Millionen Franken versprochen. Heute, 13 Jahre später, ist unsere Kapazität 16-mal grösser und wir bekommen nach wie vor nur 3 Millionen vom Deza - obwohl Micheline Calmy-Rey im Februar 2007 hier war. Calmy-Rey hat mich sogar hingehalten. Ich bin enttäuscht."