Cameron und Zabu hätten in freier Wildbahn nie zueinander gefunden. Der Löwe und das weisse Tiger-Weibchen wurden in einem Wanderzoo in New England geboren. Ein ungemütlicher Ort für die Tiere – sie wurden in winzigen Käfigen gehalten und von den Touristen für Fotos herumgereicht. Die Besitzer hofften, es würde Nachwuchs geben, sogenannte Ligers. Diese existieren in freier Wildbahn nicht, weil Tiger und Löwen grossmehrheitlich auf verschiedenen Kontinenten leben. Als Touristenattraktion sind sie aber sehr beliebt.

Cameron und Zabu wurden 2004 gerettet und in der Auffangstation «Big Cat Rescue» in Tampa, Florida, untergebracht. Die Tierpfleger bemerkten die ungewöhnlich enge Beziehung zwischen den beiden Raubtieren, und entschieden, dass sie zusammen bleiben müssen. Für sie wurde ein grosses, natürliches Gehege konstruiert. Besonders wichtig für Zabu: Der Pool, in dem sie jeden Tag ein ausgiebiges Bad nimmt.

Nachwuchs wird es nicht mehr geben, die Tiere wurden kastriert. Deshalb hat Cameron auch seine Mähne verloren. Die beiden gehen aber nach wie vor sehr zärtlich miteinander um – Zabu, die voller Energie ist, stupst Cameron des öfteren an, weil dieser lieber faul herumliegt.