Hier schoss Georges Bregy an der WM 1994 sein berühmtestes Tor. Hier zerpflückte die Nati bei ihrem ersten Turnier seit 28 Jahren in ihrem vielleicht glorreichsten Spiel aller Zeiten Rumänien mit 4:1. Der Pontiac Silverdome wird auf ewig einen besonderen Stellenwert in der Schweizer Fussballgeschichte haben.

In der Gegenwart ist sein Dasein allerdings weniger ruhmhaft. Seit Jahren verlottert das Stadion, man überliess es einfach seinem Zerfall. 

Legendär: George Bregys Freistoss gegen Gastgeber USA im Eröffnungsspiel der WM 1994

Es ist das erste WM-Tor für die Schweiz nach 28 Jahren. Das Spiel endete mit 1:1 und war das erste an einer Weltmeisterschaft, das unter einem Dach ausgetragen wurde.

WM 1994 in den USA: Die Schweiz besiegt Rumänien mit 4:1 und zieht in die Achtelfinals ein.

 

Nun wird das Stadion dem Erdboden gleich gemacht, am Sonntag fand eine Teilsprengung statt. Mit dem Ergebnis, dass der Silverdome nach wie vor da steht wie vor den Explosionen.

Videoaufnahmen zeigen zwar zahlreiche Explosionen. Doch obwohl es knallte, passierte nichts. Der obere Teil des Stadions, der hätte einstürzen müssen, ist weiterhin an Ort und Stelle.

«Ein bisschen zu gut gebaut»

Ein Vertreter der Abriss-Firma erklärte, dass einige Sprengsätze nicht wie geplant explodiert seien. «Der Silverdome wurde wohl ein bisschen zu gut gebaut. Wir müssen nun abwarten und die Schwerkraft ihren Job machen lassen. Er wird einstürzen – wir wissen nur noch nicht, wann.»

Der Silverdome wurde 1975 eröffnet. Er war unter anderem Heimspielstätte des Footballteams Detroit Lions, des Basketball-Teams Detroit Pistons und Austragungsort der Super Bowl 1982.

Das Eröffnungsspiel der WM 1994 zwischen den USA und der Schweiz (1:1) war das erste an einer Weltmeisterschaft, das unter einem Dach ausgetragen wurde. Seit 2011 fanden keine Veranstaltungen mehr im Stadion statt, es verlotterte rasch und gleicht mittlerweile einer Ruine.

Football-Stadion gesprengt – auch hier ging etwas schief

Vor rund zwei Wochen ist in den USA ein anderes Stadion gesprengt worden und es ging ebenfalls etwas schief. Die Sprengmeister zwangen den «Georgia Dome» in Atlanta zwar in die Knie, doch einem TV-Journalisten, der sich zwecks Liveübertragung vor Ort installiert hatte, fuhr im letzten und wichtigsten Moment ein Bus vor die Linse:

TV-Sender überträgt spektakuläre Stadion-Sprengung live – und dann passiert das

In Atlanta, USA, ist am Montag, 20.11., das Football-Stadion «Georgia Dome» gesprengt worden. Für die Mitarbeiter des «Wheater Channel» ein wohl traumatisches Erlebnis. Der TV-Journalist schimpft so heftig, dass «The Weather Channel» die Flüche da und dort mit Piepsen übertönen musste. Irgendwie verständlich.