Aufregung in Nischni Nowgorod: In einem ruhigen Wohnquartier der fünftgrössten russischen Stadt an der Wolga sorgt ein spezielles Haustier für Diskussionen. Die Überwachungskamera im Eingangsbereich eines Wohnblocks hat einen Bewohner aufgezeichnet, der mit einem Leoparden an einer dünnen Leine das Gebäude verlässt. Richtig gelesen: L-E-O-P-A-R-D.

Und nein, schlechte Sprüche à la «Daily Business in Russland» sind nicht angebracht, denn bei den Nachbarn kommt das gar nicht gut an. Gegenüber Lokalmedien beanstanden sie nicht nur, dass der Mann seine Wildkatze nur an einer einfachen Leine und ohne Maulkorb spaziere führe.

Insbesondere, dass er um den Kinderspielplatz vor dem Haus keinen Bogen mache, sorgt für Verärgerung. Im lokalen TV-Sender «setinn.tv» zeigt ein Anwohner die grossen Pfotenabdrücke im Sandkasten. Man ist besorgt, die Wildkatze könnte sich vom Besitzer losreissen und spielende Kinder angreifen.

So berichtet ein Lokal-TV-Sender über den Leoparden: Anwohner zeigen sich besorgt und wollen eine Beschwerde einreichen.

So berichtet ein Lokal-TV-Sender über den Leoparden: Anwohner zeigen sich besorgt und wollen eine Beschwerde einreichen.

Wie der TV-Sender «RT» berichtet, planen die Anwohner nun eine Beschwerde bei Polizei und Veterinärbehörde einzureichen. Der Tierbesitzer indes sieht in der Haltung eines Leoparden als Haustier kein Problem. 

Gegenüber Kstati News sagt er: «Das Tier ist völlig zahm, beisst nicht und springt niemanden an.» Maulkörbe seien für Hunde, aber nicht für Wildkatzen. Es sei noch nie etwas passiert und gäbe keine Gefahr, er kümmere sich um das Tier seit dessen Geburt. 

Woher das Tier stammt und ob der Mann eine Erlaubnis für dessen Haltung hat, ist nicht bekannt. Das regionale Veterinäramt will weder eine Genehmigung erteilt noch etwas von dem Leoparden gewusst haben.