Patricia Streib

Rebecca Schaffner und Brigit von Rotz freuen sich auf die wohlverdienten Ferien. Fast genau so gern sind sie in ihrem Büro im Parterre des Oberstufenschulhauses, wo ihre Türen und Ohren stets offen sind für die Probleme und Anliegen von Schülern und Schülerinnen, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern.

Schon seit mehreren Jahren gibt es in Frick die Schulsozialarbeit. Die 100-Prozent-Stelle wird von Rebecca Schaffner und Brigit von Rotz gemeinsam abgedeckt. So ist das Büro von Montag bis Freitag besetzt. Sie sind von der Gemeinde angestellt und unterstehen der Schulpflege. Ihre Aufgabe besteht in einem niederschwelligen Beratungsangebot in Fricks Volksschule, inklusive HPS (Heilpädagogische Schule). Und sie empfehlen oder vermitteln, falls gewünscht, Kontakte zu anderen Beratungsstellen.Weg

Eigene Ideen entwickeln

Eine enge Zusammenarbeit und reger Informationsaustausch mit diesen sind dabei unerlässlich: Familien- und Jugendberatung in Laufenburg, Aargauische Suchtberatung (AGS), der Kinder- und Jugendschutzbund in Aarau, der Kinder- und Jugendpsychologische Dienst in Rheinfelden, der Schulpsychologische Dienst in Frick oder freischaffende Psychiater.

Ihre Hauptaufgabe liegt dabei stets im Begleiten, sodass die Hilfe suchende Person eigene Ideen und Wege für sich finden kann. Ihre Unterstützung liegt darin, Wege und Sichtweisen aufzuzeigen, damit die Betroffenen durch die Stärkung ihrer Eigenverantwortung selbst eine Lösung erreichen können.

«Der Tag ist nicht planbar»

Die diplomierte Sozialpädagogin Rebecca Schaffner ist vor allem von der unvorhersehbaren Vielseitigkeit in ihrem Job fasziniert. «Genau wie der Mensch selbst ist auch bei uns der Tag nicht planbar», so Schaffner. «Jeder Tag ist anders und in dieser Herausforderung kann ich mich kreativ einbringen und entfalten.»

Brigit von Rotz hat neben ihrer Ausbildung als diplomierte Sozialpädagogin eine Weiterbildung zur Schulsozialarbeiterin abgeschlossen und ist ausgebildete Mal- und Kunsttherapeutin. Es ist ihr wichtig, bei der Gestaltung der Schulhauskultur mitarbeiten zu können.

Nicht zu übersehen, dass es nicht immer die Betroffenen sind, die im Büro anklopfen, sondern auch Freunde, Mitschüler und Mitschülerinnen, die sich um ein Gschpänli sorgen. Als immer wieder motivierend empfinden beide Frauen positive Rückmeldungen, sei es von den Kindern selbst oder deren Eltern.

Zusammarbeit mit den «Peacemakers»

Genug zu tun haben die beiden stets. Nebst Einzelberatungen und der Arbeit mit Gruppen und ganzen Klassen unterstützen sie die Ausbildung und Arbeit der «Peacemaker» (Friedensstifter) und bestreiten auch immer einen Teil bei den regelmässig stattfindenden Anlässen zur Suchtprävention.

Doch obwohl ihr Aufgabenrucksack prall gefüllt ist, freuen sich beide, auch in Zukunft an dem wertvollen und spannenden Prozess des Erwachsenwerdens der Kinder und Jugendlichen an der Schule in Frick teilzunehmen.