Die Ermittlungen nach dem tödlichen Bootsunfall vom Sonntag läuft laut der Berner Kantonspolizei weiter auf Hochtouren. Die Polizei hat nach dem in den Medien erschienen Zeugenaufruf auch zahlreiche Hinweise erhalten. Sämtlichen Hinweisen und Informationen werde nachgegangen, sagt Polizeisprecher Michael Fiechter.

Bloss: Bis jetzt hat die Polizei vom rund 60-jährigen Boots-Raser und dessen Schiff noch immer keine Spur. Die Polizei sucht nicht nur rund um den Bielersee, sondern auch im Neuenburgersee und im Seekanal nach dem Täter.

Da bisher nicht bekannt ist, in welchem Kanton das Boot immatrikuliert ist, würden sich die Ermittlungen aufwändig gestalten, so Fiechter. Die Suche nach dem Bootsführer und dem Boot wird fortgesetzt.

Schiff gar nicht mehr im Wasser?

Laut Fiechter ist es möglich, dass der Bootshalter und sein Schiff längst ausserhalb des Kantons Bern ist. «Es ist möglich, dass das Schiff nicht mehr im Wasser ist», sagt Fiechter gegenüber «Radio Argovia». Es sei denkbar, dass der Raser nur das Wochenende auf dem Bielersee verbracht habe und das Schiff anschliessend wieder ausgewassert habe. In diesem Fall müsste die Suche auf weitere Kantone ausgedehnt werden, was die Suche zusätzlich erschweren wird.

Die junge Frau war am Sonntagabend gegen 18 Uhr auf dem Bielersee von einem Bootsraser überfahren. Sie befand sich zusammen mit ihrem Freund in einem Gummiboot auf der Rückkehr von der St. Petersinsel nach Lüscherz.

Der Bootsmotor des Rasers erfasst die junge Frau und verletzte sie schwer. Sie erlag ihren Verletzungen noch am Unfallort. Die Frau starb an den Folgen des hohen Blutverlustes. Die Ermittlungen des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Bern haben in der Zwischenzeit die Untersuchungsergebnisse des Kreisarztes bestätigt. (rsn)