Sie verschleppten es im Juni, als es vor seiner Schule im Bundesstaat Madhya Pradesh auf seinen Vater wartete. An einem abgelegenen Ort vergewaltigten sie das Kind, schlitzten ihm den Hals auf und liessen es liegen.

Anwohner retteten die Achtjährige, die bis heute mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus liegt. Der Vorfall hatte tagelange wütende Proteste ausgelöst.

In den vergangenen Jahren war in Indien die öffentliche Empörung über sexuelle Gewalt gewachsen. International bekannt wurde 2012 die tödliche Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus in Neu Delhi.

Seitdem wurden die Strafgesetze verschärft. Erst im April verabschiedete das indische Parlament ein Gesetz, das die Todesstrafe für die Vergewaltigung von Kindern bis zu acht Jahren vorsieht. Ausserdem sieht das Gesetz raschere Verfahren vor.

Im Jahr 2016 wurden auf dem Subkontinent 40'000 Missbrauchsfälle registriert - Aktivisten zufolge ist die Dunkelziffer deutlich höher.