Mehr als 120'000 Menschen in den Flutgebieten mussten ihre Häuser räumen und in Notunterkünften untergebracht werden. Wie zu Beginn jeder Naturkatastrophe im Iran gab es auch diesmal unterschiedliche Angaben zur Opferzahl. Für das Innenministerium gelten nur amtlich registrierte Todesfälle. Medienberichte oder auch Angaben der örtlichen Behörden seien daher nicht amtlich, so das Ministerium.

Kritiker meinen, dass die Regierung die genaue Zahl der Toten bewusst nicht angeben wolle, um während der persischen Neujahrsferien keine Panik im Land zu verursachen. Viele Iraner befinden sich wegen der Ferien auf Reisen - auch in den Flutgebieten - und können nun bis auf weiteres nicht in ihre Städte zurück. Landesweit sind Strassen gesperrt, zahlreiche Inlandsflüge wurden gestrichen, auch der Zugverkehr in einigen Provinzen ist durch die Flut gestört.

Die Regierung hat in mindestens zwölf Provinzen, auch in der Hauptstadt Teheran, die höchste Alarmstufe ausgerufen. Am schlimmsten sei die Lage weiterhin in Schiras, der Hauptstadt der südlichen Provinz Fars. Dort kamen bisher 19 Menschen ums Leben.