Ein Auto ist am Mittwochmorgen im Gotthardstrassentunnel auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem Lastwagen kollidiert. Die Lenker beider Fahrzeuge starben - am Steuer des Lastwagens sass ein 78-jähriger Mann aus Obwalden.

Das zweite Todesopfer, der Lenker des Autos mit deutschen Nummernschildern, sei noch nicht identifiziert, teilte die Urner Kantonspolizei mit. Die beiden Fahrzeugführer starben noch am Unfallort.

Polizeisprecher zum Unfall im Gotthardstrassentunnel

Polizeisprecher zum Unfall im Gotthardstrassentunnel

Vier Personen wurden laut Einsatzleiter Oliver Schürch verletzt.

Bei der Kollision wurden zudem vier Personen verletzt. Zwei Frauen und zwei Männer, die im Unfallauto sassen, wurden mit Ambulanzen und zwei Rega-Helikoptern in ausserkantonale Spitäler überführt.

Der Unfall ereignete sich kurz nach 09.15 Uhr, als der Lenker des Personenwagens im Gotthardstrassentunnel in Richtung Norden unterwegs war. Rund fünf Kilometer vor der Tunnelausfahrt in Göschenen kam er aus derzeit unbekannten Gründen auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem korrekt entgegenkommenden Lastwagen mit Schweizer Kontrollschildern.

Im Gotthardstrassentunnel sterben zwei Menschen nach Kollision

13.12.: Im Gotthardstrassentunnel sterben zwei Menschen

Tunnel sechs Stunden gesperrt

Weitere Fahrzeuge waren nicht in den Unfall involviert, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte. Allerdings seien die Schäden an der Tunneleinrichtung beträchtlich. So hätten etwa beschädigte Wandelemente entfernt werden müssen.

Tödlicher Unfall am Gotthard

Frontalkollision im Gotthardtunnel – erste Bilder von der Unfallstelle

  

Der 16,9 Kilometer lange Tunnel blieb daher beidseitig für mehr als sechs Stunden gesperrt. Er konnte um 15.30 Uhr wieder geöffnet werden. Der Stau vor den Tunnelportalen hielt sich laut dem Sprecher in Grenzen. Der gesamte Verkehr wurde auf der Autobahn A2 gewendet und via die San-Bernardino-Route umgeleitet.

Der Unfall löste ein Grossaufgebot von mehreren dutzend Einsatzkräften aus. Beteiligt waren die Schadenwehr Gotthard, das Amt für Betrieb Nationalstrassen, die Rega, die Rettungsdienste Uri, Nidwalden und Tessin, ein privater Abschleppdienst, ein privates Bestattungsinstitut, die Staatsanwaltschaft Uri und die Kantonspolizei Uri und Tessin.

Beim bisher schwersten Unglück im Gotthardtunnel starben im Oktober 2001 elf Menschen. Zwei Lastwagen waren frontal zusammengestossen. 23 Motorfahrzeuge wurden damals zerstört oder beschädigt. Der Tunnel blieb in der Folge fast zwei Monate lang gesperrt.

2 Tote nach Unfall im Gotthard

2 Tote nach Unfall im Gotthard

Mitten im Tunnel gerät ein Auto auf die Gegenfahrbahn und kollidiert mit einem LKW. Die beiden Fahrer sterben.

Aktuelle Polizeibilder vom Dezember 2017: