Die am Samstag abgestürzte Ju-52 wurde zwar von der Dübendorfer Ju-Air betrieben. Sie war jedoch Eigentum der Schweizer Luftwaffe. Das geht aus dem Luftfahrzeugregister des Bundes hervor. Ein Armeesprecher bestätigte gestern, die Luftwaffe habe 1982 zwei Junkers Ju-52 an den Verein der Freunde der schweizerischen Luftwaffe (VFL) dauerhaft verliehen.

Die Ju-52-Flieger aus Dübendorf am Boden und in der Luft

Die Ju-52-Flieger aus Dübendorf am Boden und in der Luft

Das Video zeigt die Ju-Flieger aus Dübendorf in einem Ju-Air-Film aus dem Jahr 2009 zum 70. Geburtstag der drei Flugzeuge mit Baujahr 1939.

Die 1939 in Betrieb genommenen Transportflugzeuge wurden damals ausgemustert. Sie seien dem Verein kostenlos zur Nutzung überlassen worden. Über die genauen Vertragsbedingungen konnte die Luftwaffe gestern keine Angaben machen, da die entsprechenden Verträge noch nicht vorlägen. Schadenersatzpflichtig werde der Bund nicht. Auch dürfte er gegenüber dem Verein keine Ansprüche stellen, da die Maschinen mit der Ausmusterung abgeschrieben wurden.

Abgestürzt ist die Maschine mit dem Kennzeichnen HB-HOT. Die zweite vom Bund ausgeliehene Ju-52 trägt die Registrierung HB-HOP. Die dritte in der Flotte der Ju-Air, die HB-HOS, stammt ebenfalls aus Armeebeständen, ist jedoch Eigentum des Vereins VFL. Die Ju-Air wird von diesem Verein getragen. Dieser betrieb eine vierte Ju-52 aus spanischer Produktion, welche dem deutschen Verein der Freunde historische Luftfahrzeuge gehörte, Registrierung HB-HOY. Diese ist seit zwei Jahren in Mönchengladbach im Ruhestand.