Der Friedensvertrag wurde am vergangenen 5. Februar geschlossen, mit 14 Rebellengruppen. Es ist das achte derartige Abkommen, das seit dem Beginn der Krise im Land erzielt worden ist. Zu Gewaltausbrüchen kam es seit 2012 vor allem im Zentrum und im Osten des Landes.

Nach Angaben des Uno-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) leben in der Zentralafrikanischen Republik, einem der ärmsten Länder der Welt, über 640'000 Binnenflüchtlinge. Die Schweiz unterstützt in dem Land Projekte von IKRK, Welternährungsprogramm und NGO's, für den Schutz der Zivilbevölkerung, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Berset traf bei seinem Besuch auch Premierminister Firmin Ngrebada und den Gesundheitsminister Pierre Somse, wie seine Sprecherin Nicole Lamon am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte Berset am Dienstag in der Hauptstadt Bangui das Kinderspital besucht.

40 Ärzte für eine Million Menschen

Nicht nur die Malaria sucht das Land heim - namentlich Kinder fallen der Krankheit zum Opfer - sondern auch die Gewalt. Auf eine Million Menschen gibt es in dem Land lediglich 40 Ärzte. Die Schweiz engagiert sich dafür, dass die Menschen besseren Zugang zum Gesundheitswesen erhalten und Gesundheitseinrichtungen geschützt werden.

Berset war am Sonntag in die Zentralafrikanische Republik abgereist. Am Montag hatte er in Kaga-Bandoro im Zentrum des Landes ein Provinzspital besucht, wohin viele von Gewalt betroffene Menschen verlegt wurden. Auch einem Lager für Vertriebene stattete er einen Besuch ab.