Sanierung von Brücken

In der Schweiz wird laut der "NZZ am Sonntag" der Sanierungsbedarf in den nächsten Jahren der über 4500 Autobahnbrücken steigen, weil mehr als die Hälfte der Brücken bereits über 35 Jahre alt ist. Die Zeitung beruft sich dabei auf Ueli Angst, Professor am Institut für Baustoffe der ETH Zürich. Der Experte rechne damit, dass sich die Kosten für die Instandhaltung von Brücken in den nächsten 30 Jahren verdoppeln bis vervierfachen werden.

Gemäss dem Netzbericht des Bundesamts für Strassen (Astra) aus dem Jahr 2016 habe sich der Zustand der Kunstbauten seit 2008 leicht verschlechtert. Rund 14 Prozent der beurteilten Objekte würden als beschädigt gelten oder seien in schlechtem Zustand. Der Professor kritisiert zudem, dass sich Politik, Medien und Forschung zu wenig mit der zerfallenden Infrastruktur beschäftigten.

Der "SonntagsBlick" zitiert zudem vorab aus dem Bericht des Astra, der im September veröffentlicht werden soll. Demnach seien in der Schweiz 2017 bei einem Prozent der Brücken einige Bauteile in einem kritischen Zustand und müssten saniert werden. Schweizweit seien 40 Objekte in einem schlechten Zustand.

Armee spürt Klimawandel

Die Schweizer Armee spürt laut einer Meldung der "NZZ am Sonntag" die Folgen des Klimawandels. In einem Interview mit der Zeitung sagte Verteidigungsminister und SVP-Bundesrat Guy Parmelin, dass die Armee immer häufiger um Hilfe wegen Dürren, Bergstürzen und Waldbränden ersucht werde. Auch diesen Sommer habe die Luftwaffe zahlreiche Einsätze geflogen, um Kühe auf Alpen mit Wasser zu versorgen.

Für Parmelin sei deshalb klar, dass das Land die Fähigkeiten zur Bewältigung von Naturereignissen verstärken müsse. Als Idee schwebe ihm vor, dass die Armee auch Canadairs beschaffen solle, denn solche Löschflugzeuge würden viele Länder zur Bekämpfung von Waldbränden einsetzen. "Vielleicht könnte dies angesichts der Trockenheit eine sinnvolle Investition sein", sagte Parmelin gegenüber der "NZZ am Sonntag".

Genfer Sicherheitsdirektor schockiert über Gewalt gegen Frauen

Nach der Gewalttat gegen Frauen in Genf hat sich der zuständige Sicherheitsdirektor und Genfer Regierungspräsident sowie Präsident der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD), Pierre Maudet, im "SonntagsBlick" geäussert. Er sei schockiert und wütend über den Vorfall in seinem Kanton. Nun müssten sowohl die Repression als auch die Prävention verstärkt werden.

Oberstes Ziel sei, dass alle Akteure, die mit dem Thema zu tun haben, miteinander kooperierten, was Maudet mittels einer nationalen Plattform schaffen will. Er werde das Thema auf Ebene der KKJPD anstossen, sagte er gegenüber dem "SonntagsBlick". Von den Gerichten forderte Maudet obendrein, dass sie die Gesetze kompromisslos durchsetzten und die Justiz nicht vor harten Strafen zurückschrecke.

Rechsteiner kritisiert Bundesrat

Gewerkschaftspräsident Paul Rechsteiner rudert bei der Aussage an den Bundesrat, nicht über die flankierenden Massnahmen zu diskutieren, zurück: "Vieles wird dramatisiert", sagte er gegenüber dem "SonntagsBlick".

Von einer Gesprächsverweigerung oder einer bewussten Provokation will er nichts wissen: "Wir haben lediglich unsere Position in dieser Sache klargestellt. Beim Lohnschutz gibt es nichts zu diskutieren", führte Rechsteiner aus. Selbstverständlich sei er ständig im Gespräch mit den Bundesräten - auch mit Johann Schneider-Ammann.

Am Donnerstag habe er den Wirtschaftsminister wieder getroffen. Einen persönlichen Konflikt gebe es zudem nicht: "Wir hatten nie ein besonders inniges oder gar freundschaftliches Verhältnis, wie nun kolportiert wird. Natürlich kennen wir uns seit Jahren, doch es ging immer nur um die Sache. So auch jetzt", sagte Rechsteiner zum "SonntagsBlick".

«Sust» analysiert Trümmer und Flugbetrieb der Ju-Air

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) konzentriert sich bei bei der Aufklärung des Absturzes der Ju-52 am Piz Segnas laut der "SonntagsZeitung" auf zwei Aspekte. Einerseits mache die Behörde eine detaillierte Analyse des Wracks und andererseits konzentriere sich die Sust auf den Flugbetrieb der Ju-Air in den vergangenen Monaten.

Untersuchungsleiter Daniel Knecht erklärte, die Priorisierung sei eine Frage der Sicherheit. "Ziel unserer Arbeit ist es, zu verhindern, dass sich ein Zwischenfall wiederholt", sagte er. Arbeiten, die viel Zeit bräuchten und ausschliesslich für die Aufklärung des Absturzes von Bedeutung seien, also etwa das Rekonstruieren der meteorologischen Situation oder der konkreten Flugroute, liefen parallel, aber mit zweiter Priorität.

Falls die Sust etwas Auffälliges fände, würde sie einen Zwischenbericht mit entsprechenden Empfehlungen oder Hinweisen erstellen, um ähnliche Unfälle zu verhüten.

Verunreinigte Medikamente

Rund 14’000 Patienten sind laut einer Meldung der "NZZ am Sonntag" von den Verunreinigungen von Medikamenten mit einem krebserregenden Stoff betroffen gewesen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Berechnungen des Branchenverbands Intergenerika. Der unlängst erfolgte Rückruf von schädlichen Tabletten sei zudem nicht direkt an die Patienten, sondern nur über Ärzte und Apotheken, erfolgt, weil Swissmedic habe vermeiden wollen, dass Patienten ohne Rücksprache mit ihrem Arzt die Therapie abrupt abbrechen.

Die globale Verunreinigung der Medikamente sei darauf zurückzuführen gewesen, dass alle Generika-Firmen den Wirkstoff beim gleichen Lieferanten in China eingekauft hatten. Recherchen zeigten nun, dass Inspektoren der amerikanischen Aufsichtsbehörde für Medikamente FDA diesen Lieferanten wegen lascher Qualitätssicherung bereits 2016 und 2017 scharf gerügt hätten.

Weniger Zinszahlungen beim Bund

Der Bund zahlt laut der "NZZ am Sonntag" derzeit rund 2,5 Milliarden Franken weniger an Zinsen als vor der jüngsten Finanzkrise. Im Januar sei eine Anleihe mit einem Volumen von 6,8 Milliarden Franken zur Rückzahlung fällig geworden, sagte Daniel Wittwer, Co-Abteilungsleiter der Bundestresorerie der Zeitung.

Dieses Jahr plane man nur Anleihen für 2 bis 3 Milliarden Franken zu emittieren, da der Bund zur Zeit schlicht nicht mehr Geld brauche. Die Reduktion der Schulden und das tiefe Zinsniveau hätten zudem dazu geführt, dass die Schweiz dieses Jahr nur noch 1,1 Milliarden Franken an Zinsen bezahlen wird. Das seien rund 2,5 Milliarden Franken weniger als 2007, im Jahr vor Ausbruch der Finanzkrise.

Galerien-Sterben in der Schweiz

In der Schweiz mussten laut der "NZZ am Sonntag" in den vergangenen fünf Jahren 50 Galerien wegen schlechtem Geschäftsgang schliessen. In Zürich seien es allein in den vergangenen zwei Jahren zehn Galerien gewesen. Die Zeitung beruft sich dabei auf den Verband Kunstmarkt Schweiz.

Heutzutage seinen nur noch 100 bis 120 professionelle Galerien für zeitgenössische Kunst in Betrieb. Sie alle sehen sich einer durch die Globalisierung drastisch veränderten Situation gegenüber: Alte Sammler brächen weg und für die jüngere Generation reiche es heutzutage oftmals, ein Bild in den Sozialen Medien zu sehen - aber besitzen wollten sie es nicht.