Zu Hunderten strömen die Daheimgebliebenen in diesen Sommerferien in die Badi oder an die Seen und Flüsse. Um sich abzukühlen. Thermalbad? Auf diese Idee kommt bei dieser Hitze jetzt aber wirklich niemand.

Könnte man meinen. Doch in den Aargauer Thermalbädern in Rheinfelden und Schinznach-Bad zum Beispiel findet man zurzeit relativ viele Badegäste, wie ein Augenschein des Regionalsenders Tele M1 zeigt.

«Fühlt sich total gut an»

Und diese finden das Baden im warmen Wasser keinesfalls absurd: «Das fühlt sich total gut an», sagt etwa eine Frau im «Sole Uno» in Rheinfelden. Und ein anderer Badegast versichert über den Beckenrand hinweg: «Das ist überhaupt nicht heiss.» 

In Schinznach-Bad gibt eine Dame immerhin zu: «Ich habe mich selbst gefragt, weshalb ich das mache.» Doch jetzt fühle sie sich pudelwohl. «Es könnte etwas kühler sein», sagt eine weitere Badende in Rheinfelden. «Aber man kann ja nicht alles haben.»

Warm ist «gar nicht so verkehrt»

Im Bad Schinznach schon. «Wir haben auch ein kaltes Schwimmbecken», wirbt Geschäftleiter Daniel Bieri. Und in Rheinfelden kann man sich gar unter 18°C kühle «Alpenwasserfälle» stellen.

Laut Anke Kummnacker vom Parkresort Rheinfelden sei der Glaube, man kühle sich in kaltem Wasser optimal, sowieso «irrig», denn: «Wenn der Körper runtergekühlt ist, muss er sich wieder aufheizen und man fängt man noch mehr an zu schwitzen. Insofern ist das warme Wasser gar nicht so verkehrt.»