Dino Nodari

Bedenklich sei der Leistungsausweis des Beriker Gemeinderates in den letzten vier Jahren. Daher brauche es nun frischen Wind im Gemeindehaus, ist Samuel Sommerhalder überzeugt. «Wir brauchen jetzt Macher mit Visionen und keine passiven Verwaltungsräte und Intriganten.» Nebst dem Ortsparteipräsidenten der FDP, der auch gleich als Gemeindeammann antritt, stellen sich die bisherigen FDP-Gemeinderäte Felix Baur und Alfred Bossard der Wiederwahl.

Von den Bisherigen treten auch Frau Vizeammann Rosmarie Groux (SP) und Stefan Bossard (parteilos) wieder an. Rosmarie Groux kandidiert erneut als Vizeammann und Stefan Bossard als Gemeindeammann. Von der CVP kandidiert Otto Eggimann und auch die parteilose Sylvia Stoller (früher FDP) will in den Gemeinderat.

Spannung im Ammann-Rennen

Nachdem es im Frühjahr nach einem Durchlauf von Stefan Bossard ausgesehen hat, kommt nun doch Spannung ins Rennen um das Amt des Gemeindeammanns. Dabei dürfte Samuel Sommerhalder eher rechts der Mitte und Stefan Bossard links der Mitte Stimmen sammeln. Zwar habe Stefan Bossard als schon gewählter Gemeinderat einen Vorteil, seine eigenen Chancen sieht Samuel Sommerhalder aber dennoch als intakt an. Zumal Stefan Bossard, in der kurzen Zeit, die er im Gemeinderat sei, noch über keinen grossen Leistungsausweis verfüge. «Und als Parteiloser ist er nur schwer einzuschätzen.» Der Wahlkampf ist also lanciert.

Stefan Bossard sieht hingegen gerade die Parteilosigkeit als Vorteil. Dadurch könne er Themen offen und sachlich angehen und dabei trotzdem seine Haltung vertreten. Zudem streicht er seine nun bald zwei Jahre Erfahrung im Gemeinderat heraus. «Das erleichtert den Einstieg in das Amt des Gemeindeammanns», ist er überzeugt. Dass ihm durch Samuel Sommerhalder nun Konkurrenz erwächst, findet Stefan Bossard positiv. «So hat der Wähler eine echte Auswahl. Das ist gut.»

Sieben Kandidaten, fünf Sitze

Neben den vier Bisherigen und Samuel Sommerhalder kandidieren auch Otto Eggimann (CVP) und Sylvia Stoller (parteilos) für den Gemeinderat. Für die FDP-Ortspartei bestünde damit die Möglichkeit, gleich mit drei Exponenten im Rat vertreten zu sein. Und Sylvia Stoller (16 Jahre in der Finanzkommission, die letzten vier als Präsidentin), steht der FDP als ehemaliges Mitglied ebenfalls nahe.

Sie wolle in den Gemeinderat, um die Gemeinde aktiv mitgestalten zu können, erklärte sie auf Anfrage. Ihre Wahlchancen sieht sie bei 50 Prozent. Otto Eggimann, vor vier Jahren bei seiner Wahl in die Finanzkommission noch parteilos, erklärt, dass es ihm in erster Linie um die Sache gehe und nicht um Parteipolitik. Trotzdem fügt er an, dass die CVP den freiwerdenden Sitz von Gemeindeammann Peter Oggenfuss schon halten möchte und die CVP im Gemeinderat vertreten sein sollte. Auf seine Kandidatur habe er positive Feedbacks erhalten und er sei optimistisch, gewählt zu werden.

SVP ohne Kandidaten

Exponenten der SVP sucht man auf der Kandidatenliste indes vergebens. Die wählerstärkste Partei steigt am 18. Oktober nicht in das Rennen um die Gemeinderatssitze ein. «Wir haben Gespräche mit verschiedenen Parteimitgliedern geführt, aber bei allen hat es zeitlich nicht gestimmt», erklärt Ortsparteipräsident Gregor Biffiger.

Die SVP werde nun Hearings mit allen neuen Kandidaten sowie den beiden Ammann-Kandidaten durchführen und dann entscheiden, wen sie zur Wahl empfiehlt. «Wir werden alle Kandidaten unvoreingenommen prüfen», verspricht Gregor Biffiger. In den Hearings sollen vor allem die Führung der Gemeinde und die Finanzpolitik angesprochen werden.