Gerade Senioren und Menschen mit eingeschränkter Mobilität bekunden immer wieder Mühe, sich hinzusetzen oder von den Bänken hoch zu kommen. Auch Armlehnen, an denen man sich abstützen oder aufziehen könnte, sucht man nämlich vergeblich.

Die rund 2800 Sitzbänke in der Stadt Bern entsprechen deshalb nicht mehr den heutigen Anforderungen an Hindernisfreiheit und Alterstauglichkeit. Das soll sich ändern: Die Stadt Bern hat in Zusammenarbeit mit Alters- und Behindertenverbänden und einem Designer eine hindernisfreie und altersgerechte Sitzbank entwickelt.

Die Sitzbankhöhe und die Neigung der Rückenlehne wurden so gestaltet, dass das Hinsetzen und Aufstehen leichter geht. Für Menschen mit Sehbehinderung wurde zudem auf Bodenhöhe eine ertastbare Traverse eingebaut. Die "neue Berner Bank" besteht aus feuerverzinktem Stahl und lackierten Holzlatten.

Zunächst kann die Bevölkerung die Sitzbänke an sieben Orten in Bern bis Anfang Juli ausprobieren und im Rahmen einer Umfrage ihr Urteil abgeben. Bewährt sich der Prototyp ist noch in diesem Jahr die Serienproduktion geplant. Anschliessend erfolgt der schrittweise Ersatz der bestehenden Bänke bis 2035.