Um ohne Unterbrechung in den sonnigen Süden zu kommen, hätte man den Tunnel noch vor 6 Uhr morgens durchqueren müssen. Danach war die Röhre verstopft. Ab 17.15 Uhr war das Gotthard-Nordportal gemäss Viasuisse wieder frei.

Auch in die andere Richtung kam es zu Stau. Am Nachmittag musste die A2 Richtung Norden in der Nähe des Monte-Ceneri-Tunnels (TI) wegen eines Fahrzeugbrandes gesperrt werden, wie in der Mitteilung von Viasuisse steht. Aus noch ungeklärten Gründen sei ein Auto mit der Mittelleitplanke kollidiert, wie in einer Mitteilung der Tessiner Polizei steht.

Anschliessend habe sich das Auto überschlagen und Feuer gefangen. Die Feuerwehr habe den Fahrer des Autos, einen Deutschen, nicht mehr retten können. Der Verkehr wurde ab Rivera von der Autobahn umgeleitet, was zu Stau führte. Durch diese Sperrung staute sich auch der Verkehr in Richtung Süden. Dies bedeutete für Reisende ab Bellinzona-Süd eine Wartezeit von rund 20 Minuten.

All jene, die den Stau vor dem Gotthard-Tunnel über die San-Bernardino-Route umgehen wollten, mussten sich am Donnerstag ebenfalls gedulden. Auch auf der A13 zwischen Chur und Rothenbrunnen GR stand der Verkehr still. Die Wartezeit betrug rund 15 Minuten, wie der Verkehrsinformationsdienst viasuisse mitteilte.

Reisende, die vom Tessin aus weiter in den Süden unterwegs waren, erwartete eine weitere Geduldsprobe: Bei der Ausreise nach Italien staute sich der Verkehr am Donnerstag auch vor dem Grenzübergang Chiasso TI.

Auftakt mit Tunnelsperre

Starke Nerven werden die Sonnen- und Ferienhungrigen wohl auch auf dem Heimweg brauchen: viasuisse erwartet bereits ab Samstag Staus vor dem Südportal. Die grösste Welle Richtung Norden wird am Sonntag erwartet, mit Wartezeiten von bis zu drei Stunden.

Da am frühen Mittwochmorgen ein defekter Lastwagen den Gotthard-Tunnel blockiert hatte, begann der Auffahrtsstau dieses Jahr früher als gewöhnlich. Der Tunnel musste für rund zwei Stunden gesperrt werden. Dadurch staute sich der Verkehr bereits am Mittwoch auf bis zu acht Kilometern Länge und verflüssigte sich erst nach Mitternacht wieder.