Um 7.18 Uhr rückte die Feuerwehr der Stadt Luzern mit einem Grossaufgebot in den Stadtteil Littau aus, weil dort ein Blitz in ein Mehrfamilienhaus eingeschlagen habe. Als die Einsatzkräfte vor Ort waren, schlugen Flammen zum Dach hinaus, wie ein Sprecher der Feuerwehr auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Die Feuerwehr evakuierte vorübergehend zehn Personen aus den Wohnungen und Geschäften. Der Dachstock brannte zwar aus, doch sind die Wohnungen alle weiterhin bewohnbar. Diese erlitten nach Angaben der Feuerwehr auch keinen Wasserschaden. Verletzt wurde niemand. Die städtische Feuerwehr wurde beim Einsatz von der Feuerwehr Emmen unterstützt.

Haus ohne Blitzableiter

Das Feuer dürfte nach bisherigem Erkenntnisstand durch einen direkten Blitzeinschlag entfacht worden sein. Dölf Käppeli, Direktor der Gebäudeversicherung Luzern (GVL), sagte auf Anfrage, das Gebäude sei nicht mit einer Blitzschutzanlage ausgerüstet gewesen. Eine solche sei für normale Wohnhäuser gemäss den schweizerischen Brandschutzvorschriften auch nicht obligatorisch.

Um 8 Uhr schlug ein weiterer Blitz im Felsbergquartier in der Stadt Luzern in einen Baum, der darauf auf ein Gebäude fiel. Baumteile zerstreuten sich nach Angaben der Feuerwehr in einem Umkreis von 100 Meter. Eine Person wurde von Astteilen verletzt.

Weil nach dem Blitzeinschlag in den Baum der Feuerwehr auch ein Brandgeruch gemeldet wurde, mobilisierte diese zusätzliche Einsatzkräfte. Der Brandverdacht sei aber nicht bestätigt worden, sagte der Feuerwehrsprecher.

Arbeiter nach Blitzschlag in Kran verletzt

Kurz vor 7 Uhr hatte bereits im Luzerner Vorort Kriens ein Blitz in einen Baukran eingeschlagen. Ein 37-jähriger Bauarbeiter, der Material am Haken einhängte, wurde dadurch verletzt und musste hospitalisiert werden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Ein Blitzeinschlag hat ferner am Morgen die Seetalbahnlinie unterbrochen, wie ein Sprecher der SBB eine Online-Meldung des "Seetaler Bote" bestätigte. Der Blitz schlug im Raum Hitzkirch ein und führte zu einer Stellwerkstörung. Die Strecke Eschenbach-Lenzburg war von 7.15 Uhr bis 9.30 Uhr unterbrochen. Die SBB setzte Ersatzbusse ein.