Am Freitag vor dem folgenschweren Wahlwochenende in Zürich standen in Bern vor dem Bundeshaus zwei Bedienstete neben einer grossen schwarzen Limousine stramm. Sie standen dort eine ganze Weile im Schatten, während aus dem Haupteingang kommend und einen Koffer hinter sich herziehend die Erbin auf einen grossen Politiker einredete. Es handelte sich um ein Gespräch mit einem gewichtigen Bündner Politiker einer anderen Partei, und es ging zweifellos um die kommenden Nationalratswahlen. Um die Wahlen im Kanton Graubünden (nicht die in Zürich), denn die Tochter des SVP-Patrons zittert um ihre eigene Wiederwahl.

Diese Sorge immerhin hat ihr Vater nicht, er hatte sie eigentlich nie, sein Nationalratsmandat war nie gefährdet. Er konnte sich auf die Belange der Partei konzentrieren.

Und nach der Zürcher Niederlage griff der in die Jahre Gekommene wieder in das Geschehen, das ihm zuletzt etwas entglitten ist. Ein aktuelles Foto zeigte Blocher senior am letzten Freitag bei seiner Anfahrt zum Schloss Hagenwil im Thurgau. Blocher, zuvor im Heli angeflogen, wurde von einem Traktor mittels rollendem Untersatz zum Schloss geschleppt. Der SVP-Stammvater sass entschlossen auf einer mit weissem Tuch bedeckten, improvisierten Sitzgelegenheit.

In Amriswil TG fand am Wochenende die SVP-Delegiertenversammlung statt.

Der weisshaarige alte Mann, Ritter und Retter, auf dem Traktoranhänger, inszeniert in nunmehr geschleppter Blustfahrt über die grüne Wiese. Blocher muss bei der SVP noch einmal richten, was seine Erben und Nachfolger nicht zu richten vermögen.