Zwar würden das Connyland genügend Unterschriften für ein Referendum zusammenbringen, sagte Geschäftsführer Erich Brandenberger auf Anfrage der Zeitung «Der Sonntag». Doch der Abstimmungskampf wäre ohne Partner zu kostspielig. Das bedeutet: Die drei verbleibenden Connyland-Delfine werden nun weggegeben oder verkauft. Das Delfinarium schliesst. «Die Suche nach geeigneten Plätzen hat oberste Priorität», sagt Brandenberger - und sie Zeit drängt.

Das siebenjährige Männchen Angel ist bald geschlechtsreif und wird sich deshalb mit der Mutter Chicky paaren wollen, dem letzten verbleibenden Weibchen. Angel soll deshalb bis Jahresende ein neues Zuhause finden. Ganz anders ist es hingegen beim einjährigen Secret. «Bevor ein Delfin zwei Jahre alt ist, sollte man ihn nicht transportieren», sagt Brandenberger.

Connyland will Geld vom Bund

Der finanzielle Aspekt steht laut Brandenberger im Hintergrund - obwohl ein Delfin zwischen 100 000 und 300 000 Franken einbringen kann. «Lieber geben wir unsere Delfine an einen Ort, an dem sie sich wohl fühlen.» Geld will das Connyland aber vom Bund. «Wir wurden durch das Verbot enteignet und haben deshalb Anrecht auf eine angemessene Entschädigung.»

Das Connyland versucht das Delfinarium mit einer weiteren Attraktion zu ersetzen. Favorit ist zurzeit der Bau einer neuen Achterbahn anstelle der Lagune. Mit der 2010 eröffneten «Cobra» konnte das Connyland bereits ein jüngeres, erlebnisorientiertes Publikum anlocken. Das erhofft sich Brandenberger auch durch eine neue Bahn.