In Zürich feierten wie in früheren Jahren über 150'000 Besucher aus dem In- und Ausland an der Festmeile rund um das Seebecken eine Silvesterparty. Der Beginn des neuen Jahres wurde mit dem traditionellen Silvesterzauber-Feuerwerk über dem Zürichsee um 20 Minuten nach Mitternacht gefeiert. Das Spektakel dauerte rund 20 Minuten lang.

Wie bereits im Vorjahr wurden auch zu Beginn 2019 die Raketen für das Feuerwerk über dem Seebecken weniger hoch gefeuert. Damit wurde verhindert, dass die farbenprächtigen Bilder in den Wolken und im Nebel verschwinden konnten.

Bereits im vergangenen Jahr war diese wetterunabhängige Variante erstmals ausprobiert worden und sie hatte sich bewährt. Für einzelne, wenige Akzente wurden aber dennoch einige Raketen bis in die Höhe von 350 Metern abgefeuert - diese verschwanden allerdings vielfach im Nebel. Von der Stadtpolizei Zürich hiess es in der Silvesternacht auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, die Lage sei ruhig. Bisher habe es - bis auf kleinere Streitereien und Prügeleien - keine bedeutenden Vorkommnisse gegeben.

Knall der Sektkorken

In Bern gab es in der Silvesternacht zwar kein grosses Feuerwerk, dafür läuteten dort die Glocken eindrucksvoll. Wie jedes Jahr versammelten sich kurz vor Mitternacht tausende Personen auf dem Münsterplatz - ausgerüstet mit Sektflaschen und Gläsern zum traditionsreichen Anstossen aufs neue Jahr.

Feuerwerk aller Art wurde entzündet, derweil die Münsterglocken ab viertel vor zwölf das alte Jahr ausläuteten. Die zwölf Glockenschläge um Mitternacht führte die Turmwartin mit der Burgerglocke aus. Danach ertönte das wuchtige Vollgeläut, während unten auf dem Platz die Sektkorken knallten.

Die Stadt Basel feierte das neue Jahr mit einem Feuerwerk über dem Rhein. Dieses begann um halb eins und wurde von Privaten sowie dem Swisslos-Fonds finanziert. Auf dem Münsterplatz fand in der Nacht die traditionelle besinnliche Feier statt. Den Auftakt dazu machte um halb zwölf der Stadtposaunenchor.

Kurz vor Mitternacht wurde traditionsgemäss das Alte Jahr mit der grossen Glocke des Martinsturms des Basler Münsters ausgeläutet. Alle Glocken der Stadt läuten danach das Neue Jahr ein. Die Kantonspolizei Basel-Stadt erklärte gegenüber Keystone-SDA, die Silvesternacht sei generell - bis auf Kleinigkeiten - ruhig verlaufen. Ein generelles Fazit für die Nacht möchte die Behörde erst im Laufe des Dienstags vorgenommen.

Rücksicht auf historische Bauten

Viele hundert Menschen feierten den Jahresbeginn zudem auf dem St. Galler Klosterplatz. Eine offizielle Feier gab es zwar nicht. Die Menschen kamen dort aber einfach so zusammen.

Aus Rücksicht auf die Unesco-Weltkulturerbe-Bauten und aus Sicherheitsgründen war es verboten, im Stiftsbezirk Feuerwerk oder Knallkörper abzubrennen. Der Kanton und die Stadt St. Gallen riefen die Bevölkerung auf, Glasflaschen und übrige Abfälle in den bereitgestellten Abfallbehältern zu entsorgen.

Am erstmals stattfindenden "Eiszauber" auf der Kreuzbleiche in St. Gallen stieg dieses Jahr eine Silvester-Eis-Disco. Die Party auf Schlittschuhen begann um acht Uhr und um Mitternacht wurde ein Feuerwerk gezündet.

In der Stadt Luzern findet erst am Abend des 1. Januar ein Feuerwerk statt. Der "Neujahrszauber" wird vom Tourismus finanziert und erleuchtet die Seebucht. Gefeiert wurde in der Silvesternacht aber dennoch in Hotels, Clubs, Theatern und auf Schiffen.

Tausende an Promenade

In Lausanne ist es am 31. Dezember Tradition, dass der Turm der Kathedrale rot beleuchtet wird. Musikliebhaber waren ausserdem ab halb elf zu einem Orgelkonzert eingeladen.

Die Stadt Genf lud traditionsgemäss zum grossen Volksfest am Seeufer. Das Quai du Mont Blanc wurde eigens für den Verkehr gesperrt und mehr als 40'000 Besucher flanierten ausgelassen die Promenade entlang. Auf drei Bühnen traten zudem von neun bis drei Uhr diverse Musikgruppen auf. Und um Mitternacht erleuchte ein grosses Feuerwerk die Szenerie.