Aber keine Angst: Zu Schaden gekommen ist niemand. Denn die Lawine wurde am Dienstag künstlich vom Lawinendienst des Tiefbauamtes Graubünden bei Vinadi ausgelöst. Damit soll die Strasse im Tal gesichert werden und eine grosse Schadenlawine bei weiteren Schneefällen verhindert werden, wie Nadja Wielath vom Tiefbauamt Graubünden gegenüber watson sagte.

Gepostet hat das Video Jon Peider Morell auf Facebook. Der Urheber sei unbekannt, schrieb er auf Anfrage von CH Media. Er habe das Video per WhatsApp erhalten, aber: «Weder beim Tiefbauamt, noch bei der Polizei weiss man, wer das gefilmt hat.»

Die ausgelöste Lawine sah gewaltig aus, verursachte aber nur kleinere Waldschäden an einzelnen Bäumen. Solche Lawinensprengungen kommen nur in ausserordentlichen Situationen – bei Lawinengefahrenstufe vier oder fünf – vor.

Glücklicherweise glimpflich ging eine Lawinensprengung aus, die ebenfalls am Dienstag bei Davos eine Gruppe von Soldaten überraschte:

Davos: Lawinensprengung überrascht Soldaten

Nach der Sprengung bei Vinadi und der Räumung des Lawinenkegels und der Fahrbahn konnte der Strassenabschnitt wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Das Video aus dem Unterengadin ist also gleich doppelt schön anzusehen, weil die Lawine kontrolliert abging und keinen Schaden anrichtete. (CHM/watson)