Lediglich 0,8 Prozent der Neu-Lehrer sind ein Jahr nach Abschluss ihrer Ausbildung erwerbslos berichtet die „Schweiz am Sonntag“. Das geht aus einer neuen Befragung des Bundes von über 31 000 Hochschulabsolventen hervor.

Die Quote dürfte sogar noch weiter sinken. In den nächsten 10 bis 15 Jahren werden Zehntausende Lehrer pensioniert.

Mehr Mühe einen Job zu finden, haben hingegen Absolventen einer Universität (4,6 Prozent) oder Fachhochschule (3,9). Trotzdem ist es auch für sie vergleichsweise einfach. Ihre Quote liegt zwar auf ähnlichem Niveau wie in der Gesamtbevölkerung (4,5 Prozent). Nur auf Berufsneulinge bezogen, ist sie aber tief.

Bemerkenswert sind die Unterschiede zwischen den Universitäten. Absolventen der HSG (St. Gallen) oder ETH Zürich haben weniger Mühe auf dem Arbeitsmarkt als jene der Universität Lugano oder Genf. «Das hat nichts mit der Qualität der Ausbildung zu tun», sagt Michael Hengartner, Rektor der Universität Zürich zur „Schweiz am Sonntag“. «Entscheidend ist die Fachrichtung.»

Tatsächlich zeigen sich hier deutliche Unterschiede. Arbeitslose Mediziner (0,4 Prozent) gibt es kaum, grössere Probleme, schnell eine Stelle zu finden, haben hingegen Jus-Studenten (4,7) oder Sozial- und Geisteswissenschafter (6,3).