Gegenüber dem Juli sanken die Anträge um 13,2 Prozent, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum August 2017 ging die Zahl sogar um 29,4 Prozent zurück.

Die Behörde begründet den Rückgang mit der stabil tiefen Zahl von Anlandungen in Italien. In Spanien ging die Zahl zurück. Dabei war die Schweiz für die Asylsuchenden, die über Spanien, Italien oder Griechenland nach Europa kamen, nicht erstes Zielland.

Das SEM erledigte im August 2376 Asylgesuche in erster Instanz. Dabei fällte es 394 Nichteintretensentscheide, 330 davon auf Grundlage des Dublin-Abkommens. 589 Personen erhielten Asyl, 812 wurden vorläufig aufgenommen. Im Vergleich zum Juli ging die Zahl der hängigen Fälle um 991 auf 14'011 zurück.

68 Personen aus Syrien

Die wichtigsten Herkunftsländer waren im August Eritrea, Syrien, Afghanistan, die Türkei und Irak.

509 Personen reisten im August kontrolliert aus. Bei 516 Personen fragte die Schweiz einen anderen Dublin-Staat um Übernahme an und überführte 161 dorthin. Im Gegenzug fragten andere Staaten die Schweiz für 569 Asylsuchende um Übernahme an und 100 wurden überstellt.

Im Rahmen des Programms des Uno-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) nahm die Schweiz im August 68 syrische Staatsangehörige auf. Der Bundesrat hatte im Dezember 2016 beschlossen, innerhalb von zwei Jahren bis zu 2000 weitere Opfer des Syrienkriegs aufzunehmen. Das Programm ist für besonders verletzliche Menschen aus Syrien oder einem seiner Nachbarländer gedacht, die vom UNHCR den Flüchtlingsstatus erhalten haben.