"Die Schweiz ist eine grosse Spielerin in der Equipe" der Frankophonie, sagte Mushikiwabo vor den Medien. Die frühere Aussenministerin von Ruanda steht seit dem 3. Januar 2019 an der Spitze der Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF).

Für 2019 beläuft sich der statutarische Beitrag der Schweiz an die OIF auf vier Millionen Franken. Das Aussendepartement (EDA) leistet zudem freiwillige Beiträge an die Zusammenarbeit mit der OIF. Vor zwei Wochen hatte der Bundesrat hierfür 1,7 Millionen Franken für die Jahre 2020 bis 2023 genehmigt.

Mit diesen Mitteln unterstützt die Schweiz die Vorhaben der Frankophonie zur Förderung der Verwendung der französischen Sprache, aber auch der Mehrsprachigkeit ganz allgemein. So stellt sie zum Beispiel gewissen frankophonen Ländern ihr Fachwissen im Bereich der dualen Berufsbildung bereit.

Sie unterstützt auch verschiedene Foren der frankophonen Zusammenarbeit, in denen sich Interessengruppen der Schweiz auf nationaler und internationaler Ebene austauschen können. Die Schweiz belegt laut dem EDA zusammen mit der französischen Gemeinschaft Belgiens hinter Frankreich und Kanada den dritten Rang der wichtigsten Geldgeber.

Zusammenarbeit ausbauen

Bundesrat Cassis bekräftigte die Absicht der Schweiz, die bestehende Zusammenarbeit mit der OIF auszubauen, namentlich bei der Begleitung von Wahlprozessen, der Abschaffung der Todesstrafe und der Zurverfügungstellung von Schweizer Know-how im Bereich der dualen Berufsbildung, die auch die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft umfasst.

Er erinnerte an die lange Tradition der Schweiz in Bezug auf die Mehrsprachigkeit und schlug eine Vertiefung der Zusammenarbeit in diesem Bereich vor. Bezüglich der Gleichstellung von Mann und Frau stellte Cassis einen finanziellen Beitrag an die Konferenz über die Bildung der Mädchen in Aussicht, die im Juni 2019 im Tschad stattfinden wird.

Mushikiwabo dankte der Schweiz für deren Engagement und für die "bereichernden Gespräche", die sie mit Ignazio Cassis geführt habe. Sie stellte ihre Schwerpunktthemen für die nächsten vier Jahre vor: Friedensförderung, Förderung der französischen Sprache, Integration von Jugendlichen und Frauen sowie digitale Technologien.