Mathias Küng

Wer hat sich in der Kälte nicht schon mal bei einem Heizpilz «untergestellt»? Vielleicht auch mit etwas schlechtem Gewissen, weil die tiefe Energieeffizienz solcher Geräte offenkundig ist? Doch wenn es nach den Grünen Aargau geht, soll damit bald Schluss sein. Die Grünen verlangen ein Verbot solcher Heizpilze.

Grossrat Hansjörg Wittwer wird an der Kommissionssitzung, in der das neue Energiegesetz (vgl. Update) behandelt wird, namens der Grünen einen entsprechenden Antrag stellen. Wittwer: «Aussenheizungen belasten unnötig das Klima. Diese absurde Energieverschwendung gehört gestoppt.» Das Verbot soll für den öffentlichen wie für den privaten Raum gelten. Ein Heizpilz setze bei einer durchschnittlichen Betriebsdauer von 36 Stunden in der Woche jährlich bis 4 Tonnen CO2 frei, argumentiert Wittwer.

Die Wirte sind entsetzt

Gar keine Freude daran hat man bei gastroAargau. Präsident Christian Burri schickt voraus, dass Aargauer Restaurants Heizpilze «sehr zurückhaltend einsetzen». Einige stellten jetzt aber welche auf, damit Gäste, die nicht mehr im Restaurant rauchen dürfen, das draussen nicht gleichsam völlig ungeschützt bei Wind und Regen tun müssen.

Solche Heizpilze stelle man aber auch nicht einfach auf die Strasse. Oft werde dazu ein kleines Zelt aufgestellt. «Angesichts weniger solcher Fälle wird der Energieverbrauch aber gewiss nicht so strapaziert», schränkt Burri ein. Ihn treibt aber noch etwas anderes um. Er fragt: «Was würde dies künftig im Winter für Zirkus- oder andere Kulturanlässe in geheizten Zelten bedeuten? Gälte das Verbot auch für sie?»