«Klar, jeder kann essen, was er will», sagt Innenminister Alain Berset. Im Interview mit der Nachrichtenagentur sda erklärt er, weshalb sich der Bundesrat aber bei diesem Thema einbringt: «Die Bevölkerung soll beim Kauf von verarbeiteten Produkten eine gewisse Sicherheit haben, dass diese auch gut für die Gesundheit sind.»

Deshalb haben Bundesrat und Industrie am Dienstag beschlossen: Der Zuckergehalt in Müesli und Joghurts soll weiter sinken. Konkret: Bis Ende 2018 soll der Zuckergehalt bei den Joghurts nun um weitere 2,5 Prozent reduziert werden, bei den Frühstückscerealien um 5 Prozent.

«In diesen Produkten steckt sehr viel addierter Zucker – der Konsument weiss das sehr oft nicht», sagt Berset. 

Die Senkung des Zuckergehalts ist eine Weiterführung der sogenannten «Erklärung von Mailand» aus dem Jahr 2015.

Bis heute haben die Schweizer Hersteller den Zuckergehalt in Joghurts um bereits 3 Prozent und in Cerealien um 5 Prozent gesenkt. Mittlerweile konnte der Bund auch alle grossen Produzenten für seine Ernährungsstrategie gewinnen. (nch/sda)