Wegen des starken Widerstands setzten die Behörden die Räumung des Gebäudes aus. "Wir wollten das Risiko, dass Menschen, insbesondere Kinder, verletzt werden, nicht eingehen", sagte Roland Godel, Sprecher des Genfer Baudepartements, der Agentur Keystone-SDA.

"Rund dreissig weitere Schausteller haben sich mit dem Mann solidarisiert und hielten sich zum Zeitpunkt der geplanten Evakuierung ebenfalls im Haus auf", bestätigte Silvain Guillaume-Gentil, Sprecher der Kantonspolizei Genf, Informationen des Onlineportals tdg.ch.

Der Schausteller hatte das Haus 2013 ohne behördliche Baubewilligung auf einem für Wohnwagen und Camper reservierten Gelände gebaut. Der Kanton Genf ordnete an, dass der Mann und eine Familie das Chalet verlassen müssen. Anschliessend zog dieser vor Bundesgericht, das im Jahr 2015 die Rechtswidrigkeit des Baus bestätigte.

Nicht der erste Räumungsbefehl

Die Behörden kündigten den Mietvertrag mit dem Mann und ordneten mehrere Räumungsbefehle an. "Der Staat hat grosse Geduld bewiesen und dem Mann Zeit gegeben, sein Chalet wieder abzubauen und zu verkaufen", sagte Godel weiter.

Das Ultimatum lief am 30. Juni ab, vorheriger Stichtag war der 31. Dezember 2017. Ein Gerichtsvollzieher begab sich um 9.30 Uhr vor Ort, um die Räumung des Hauses vorzunehmen. Stunden später waren die Fronten weiter verhärtet und die Stimmung aufgeheizt. Weil es keine Aussicht gab auf eine einvernehmliche Lösung des Konflikts, vertagten die Behörden die Evakuierung des Gebäudes.