Der Antrag des Bundesrates, den Bundesbeitrag von 7 Millionen Franken an das Nationalgestüt zu streichen, weckt Widerstand, nicht nur bei Vertretern der Landwirtschaft. Für die Zucht der Freiberger-Pferde sei das Gestüt unerlässlich, sagte Bernard Varin, Präsident der Landwirtschaftlichen Genossenschaft Freiberge.

Eine Resolution für die Erhaltung des Gestüts soll am (morgigen) Sonntag Bundesrätin Micheline Calmy-Rey überreicht werden. Die Aussenministerin wird als Vertreterin der Landesregierung am offiziellen Festakt des Marché-Concours teilnehmen.

Der Kanton Waadt, auf dessen Boden das Gestüt steht, ist Ehrengast am Marché-Concours. Zu seiner Delegation gehören mehr als 500 Personen und etwa 130 Pferde. Am Samstag traf eine vierspännige Postkutsche aus Bottens VD in Saignelégier ein, nach drei Tagen Fahrt mit 4 bis 5 Stundenkilometern.

An Bord hatte die Kutsche Freundschaftsgrüsse und Geschenke der Waadtländer Kantonsregierung und Gemeindebehörden an die Gastgeber. Die Waadt will sich mit Ausstellungen, Musikeinlagen und einheimischen Produkten präsentieren.

Am Samstag galt die Aufmerksamkeit indes vor allem den Pferden. Die Züchter führten der Jury Stuten, Fohlen und Hengste vor. Mehr als 25 Rennen - mit und ohne Wagen - stehen am Wochenende auf dem Programm. Das Fest in Saignelégier ist auch Ort für den Kauf und Verkauf von Freibergern, der einzigen Schweizer Pferderasse.

Über das Wochenende werden mehr als 50'000 Zuschauer und gegen 3000 Pferde erwartet. Am Sonntagnachmittag findet ein grosser Festumzug statt.