Michael Hunziker

Kein Tag ist ungenutzt verstrichen: Unmittelbar nach dem Beschluss der Gemeindeversammlung hat in Lengnau der Bau der Schulraumprovisorien begonnen. «Es läuft optimal. Überraschungen haben wir keine erlebt», sagt Gemeindeammann Kurt Schmid. «Wir können sowohl den Terminplan als auch den Kostenvoranschlag einhalten.» Gleichzeitig gibt Schmid zu bedenken: «Nach wie vor dürfen wir aber keine Zeit verlieren. Auf den Beginn des neuen Schuljahres müssen wir bereit sein. Dann ziehen die Primarschulklassen ein.»

Der Hintergrund: In Lengnau haben die Schülerzahlen zugenommen, der Raumbedarf ist gestiegen. Im Juni genehmigte die Gemeindeversammlung den Kredit von 630 000 Franken für den Bau von Schulraumprovisorien auf dem Rasenplatz in Richtung Kindergarten Dorf. Das Geschäft führte zu einer angeregten Diskussion. Trotz kritischen Stimmen: «Wir befanden uns in einer Notsituation und mussten handeln», blickt Schmid zurück. «Die beiden neuen Schulzimmer und die beiden Nebenräume werden dringend gebraucht.» Der Gemeindeammann ist überzeugt: «Mit dem jetzt getroffenen Entscheid bleiben wir flexibel.»

Schmid räumt ein, dass sich die Schülerzahlen sowie die Rahmenbedingungen und die Bedürfnisse ändern können. «Dann müssen wir neu disponieren. Zurzeit gibt es einige Unsicherheiten.» Fest stehe, dass sich die Schullandschaft verändern werde. «Bei Bedarf haben wir genügend Zeit, um reagieren und sorgfältig planen zu können. Es stehen alle Optionen offen.»