Dienstag, 19 Uhr, ein Basler Café: In den nächsten Monaten entscheidet sich ihre Zukunft. «Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Glück oder Unglück», sagt Sarah.

Die Arbeit hat sie erschöpft, sie ist bleich, ihre Augen glänzen glasig. Sanft massiert sich die 41-Jährige ihre Schultermuskeln, Verspannungen rund um den Nacken schmerzen sie.

Die fünfjährigen Zwillinge der amerikanischen Familie waren heute besonders wild. Und als die beiden endlich schliefen, räumte sie noch zwei Stunden die Wohnung auf.

Sarah heisst nicht Sarah. Sie hat ihr Pseudonym selbst ausgewählt. Der Klang des Namens gefällt ihr. Im Alltag lernt sie neue Wörter schnell. Tauchen in unseren Gesprächen für sie unbekannte Begriffe auf, fragt sie nach, wiederholt diese zwei, drei Mal, nickt zufrieden. Sonst kennt sie vor allem Wörter, um Schweres ausdrücken: Angst, Panik, sich schämen, vermissen. Sarah hat nie einen Deutschkurs besucht. Trotzdem konjugiert sie Verben, baut die Sätze verständlich zusammen. Das hat sie bei ihren Arbeitgeberinnen gelernt.

In der Mongolei hat Sarah Sprachen studiert, in der Schweiz verdient sie ihr Geld als Hausangestellte: Drinnen putzt und wäscht sie, draussen jätet sie, ab und zu hütet sie die Kinder. Einen Vertrag hat sie nie unterschrieben, ihren Lohn bekommt sie bar auf die Hand. Will ein Arbeitgeber sie bei der AHV anmelden, taucht Sarah nicht mehr bei ihm auf. Sie ist eine der zwischen 90 000 und 250 000 geschätzten Sans-Papiers, die in der Schweiz leben. Die meisten von ihnen besitzen zwar einen Pass, aber keine gültige Aufenthaltsbewilligung. Deshalb arbeiten sie schwarz, verwalten ihr Geld bar und leben so unauffällig wie möglich.

Flucht aus der Armut

Sarah ist seit neun Jahren in der Schweiz. Illegal. Mit zwei Schwestern und einem Bruder wächst sie in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar auf, besucht die Universität, sucht einen Job. Ohne Erfolg, obwohl die Wirtschaft in der Mongolei blüht. Baukräne und Hochhäuser zieren die Silhouette von Ulaanbaatar, als Sarah sich entschliesst, aus ihrer finanziellen Not zu flüchten. Vom wirtschaftlichen Aufschwung profitiert sie wie die Mehrheit ihrer Landsleute nicht. Die Geschäfte mit den Bodenschätzen wickelt eine kleine Elite ab. Trotz internationalen Bemühungen lebt heute noch jeder dritte Mongole in Armut.

Das will Sarah ihrem Sohn Tumur ersparen. Als sie ihn vor ihrer Reise in die Schweiz das letzte Mal an sich drückt, ist er sieben Jahre alt. Beide ahnen nicht, dass sie sich erst in sechs Jahren wiedersehen.

Tumur bleibt vorerst in der Mongolei, wächst bei seinen Grosseltern und seiner Tante auf. Sein Vater, der Ex-Mann von Sarah, heiratet wieder. Alleine wandert sie über einen EU-Staat in die Schweiz ein.

Ohne Visum, ohne rosige Vorstellungen: «Ich wusste anfangs nicht, ob es klappen würde. Mir ist es egal, wenn ich nicht viel Geld habe. Ich kann auch nur wenig essen. Aber für Tumur ist so eine Situation nicht gut», sagt Sarah. Zwei Jahre lang weint sie jeden Tag, weil ihr der Sohn so fehlt. Eine Rückkehr in die Mongolei kommt für sie dennoch nicht infrage: «Ich bin für ihn hierher gezogen, für seine Zukunft», sagt Sarah. «Ich wusste, ich muss Geduld haben.»

Begehrte Hausangestellte

Geht es um zugewanderte Arbeitskräfte, drehen sich die Diskussionen mehrheitlich um hoch qualifiziertes Fachpersonal. Kaum beachtet, bleiben Tausende von Migrantinnen, die in den Privathaushalten Geschirr spülen, Hemden bügeln oder Kinder hüten. Wie die sogenannten Fachkräfte reisen auch sie häufig um den halben Erdball, verdienen ihr Geld fernab der Heimat. Schätzungen gehen davon aus, dass um die 40 000 Haushaltsangestellte illegal in der Schweiz arbeiten. Das sind mehr Menschen als Chur oder Neuenburg Einwohner hat. Kontingente gibt es für die globalen Hausangestellten nicht. Aufgrund der Nachfrage kommen sie dennoch.

Olivia Jost leitet die Anlaufstelle für Sans-Papiers in Basel. Mit ihrem Team berät sie Menschen ohne Aufenthaltsbewilligung in rechtlichen, sozialen und gesundheitlichen Fragen. «Die Frauen springen dort ein, wo in unserem System Lücken klaffen. Das betrifft insbesondere die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Betreuung von älteren Menschen», sagt Jost. Die Hausarbeit bleibe somit in Frauenhand. Ausgelagert an Zugewanderte, die in prekären Verhältnissen leben.

Sans Papiers in Basel: Wer ist ein Härtefall?

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Regierungsrat Baschi Dürr, die Co-Leiterin der Anlaufstelle für Sans-Papiers Olivia Jost und die Betroffene Cristina erklären ihre unterschiedlichen Positionen.

Einkommen: 1000 Franken

Sonntag, 12 Uhr, Rheinufer: Sarah wirkt gelöst. Das Wetter an diesem sonnigen Herbsttag erinnert sie an ihre Heimat. «In der Mongolei ist der Himmel immer blau», sagt sie, nippt an ihrem Kaffee, beobachtet die Passanten. «Ich habe zwei meiner Chefinnen gefragt, ob du mit ihnen sprechen kannst. Sie wollen nicht», sagt Sarah, «keine Zeit».

Die Mongolin findet ihre Jobs über Inserate, die sie in Coop und Migros an die Pinnwände heftet. Bei fünf Familien putzt sie regelmässig, einige kennt sie seit mehr als sechs Jahren. «Unser Verhältnis ist freundschaftlich. Manchmal trinken wir zusammen Kaffee», sagt Sarah.

Problematisch an ihren Jobs seien einzig die Schulferien oder Feiertage. Dann leuchten auf ihrem Handy keine spontanen Anfragen auf, die sonst regulären Einsätze entfallen.

«Weil es für meinen Lohn keine Garantie gibt, spare ich, wann immer möglich», sagt Sarah.

So verdient sie im Durchschnitt 1000 Franken pro Monat. Seit ihr Sohn vor drei Jahren zu ihr gezogen ist, muss der Betrag neben der Miete für Essen, Kleider und Handy-Kosten zweier Personen reichen. Trotzdem ist es nicht die finanzielle Situation, die Sarah nachts wach hält: Es ist die Angst, entdeckt zu werden.

Deshalb streift sie kaum durch die Strassen, fährt niemals schwarz Tram, öffnet ihre Wohnungstüre bloss, wenn die Klingel mit dem vereinbarten Signal schrillt.

Wer Sarah begegnet, käme nicht auf die Idee, dass es diese Frau in der Schweiz nicht geben dürfte. Sie kleidet sich sorgfältig, aber unauffällig. Bewegt sich zielstrebig, aber unaufdringlich. Ihr braunes Haar glänzt, im Ohr stecken kleine Perlen, um den Hals trägt sie einen Schal mit Leopardenmuster: Sarah fügt sich in die Ströme der Passanten ein, verschmilzt mit der Menschenmasse in der Innenstadt. In der Tierwelt gibt es einen Begriff für solch ein angepasstes Verhalten: Mimese. Dabei nehmen die Tiere die Gestalt und Haltung ihres Lebensraumes an, um sich zu schützen. Auch Sarah achtet peinlich genau darauf, nicht aufzufallen. Auch wenn Polizisten ihren Weg kreuzen.

Haarausfall wegen Stress

Herbstmesse, Sonntag, 14 Uhr: Blaue Jacke, gelbe Weste – vier Polizisten bewegen sich gemächlich durch die Besucher an der Herbstmesse.

Was nun Sarah? Kein Zittern, kein Flackern, kein Zappeln: Sie hakt sich bei mir ein, führt in einem sanften Bogen um die Uniformierten, lässt scheinbar ohne Eile den Rummel hinter sich. Ist sie tatsächlich so abgebrüht? «Nein, mein Herz rast so stark, dass es schmerzt.»

Immer wieder würde sie von Polizisten träumen: Von einer Kontrolle, wo sie kein gültiges Visum, keine Aufenthaltsbewilligung zücken kann. Sarah weiss, sie würde verhaftet und ausgeschafft. Ihre Angst vor Polizisten ist so gross, dass sie als Bücherliebhaberin keine Krimis aufschlägt. «Mein Herz ist schon genug belastet», sagt sie. Macht dieser Stress krank? «Ja». Sarah beugt sich nach vorne, tastet über die Kopfhaut. Zwischen ihren Haaren schimmert eine kahle Stelle. «Dieser Fleck wandert seit etwa drei Jahren. Irgendwo fallen mir immer Haare aus», sagt sie. Ihr Hausarzt vermutet, dass es am Stress liegt. Für unser nächstes Gespräch verabreden wir uns wieder im Café.

Besuch darf Sarah keinen bei sich zu Hause empfangen. Tumur und seine Mutter wohnen bei einer Freundin, «einer guten Frau», wie Sarah sagt. Auch sie stammt aus der Mongolei, besitzt aber eine Aufenthaltsbewilligung. Offiziell lebt nur diese Frau in der 2-Zimmer-Wohnung: Die Miete und der Mietvertrag laufen über sie. Die beiden Frauen teilen sich das Schlafzimmer, Tumur schläft in der Wohnküche. Seit drei Jahren wohnen sie so. «Tumur beschwert sich nicht, dass dieses Zusammenleben für ihn schwierig ist. Aber ich beobachte es manchmal», sagt Sarah. Wenn er zum Beispiel am Morgen in der Wohnküche länger schlafen oder abends seine Musik hören möchte. «‹Du musst Geduld haben›, sage ich dann zu ihm.»

Diesen Satz hört der 16-Jährige von seiner Mutter häufig. Wenn er beispielsweise mit seinen Freunden nach Deutschland oder an die Street Parade nach Zürich fahren möchte. Und nicht darf. Zu riskant ist eine Bahnfahrt. Seit Schengen-Dublin gilt, kontrollieren Grenzwächter und Polizisten die Menschen vermehrt an Bahnhöfen und in Zügen.

Als Tumur vor drei Jahren in die Schweiz kam, musste er schnell lernen. Sarah schärfte ihm ein: Fahr nicht zur Grenze, kauf immer ein Trambillett, mach keine Probleme. «Er wusste von Anfang an, dass er keine Papiere hat. Heute sprechen wir wenig darüber, das tut ihm bloss weh. Er schämt sich für seine Situation», sagt Sarah. Deshalb begleitet Tumur seine Mutter wochenlang nicht zu unseren Treffen. Seine Freunde ahnen nicht, dass er als Sans-Papiers in der Schweiz lebt.

Rebellieren, provozieren, pubertieren: Das liegt für Tumur nicht drin. Er muss unauffällig leben und sich dennoch behaupten. In der Schule schafft er diesen Spagat, wie sein Lehrer erzählt. Für ihn ist Tumur sein erster Schüler ohne Aufenthaltsbewilligung: «Er ist ein liebenswürdiger Junge. Aber manchmal schweifen seine Gedanken ab. Dann wirkt er abwesend.» Tumur soll es später besser haben als seine Mutter. Deshalb sind sie in der Schweiz. Doch jetzt hat er ein Alter erreicht, wo die obligatorische Schulzeit endet. Das verändert alles.

Gefährliche Lehrstelle

In der Schweiz leben gemäss Schätzungen mehrere tausend Kinder und Jugendliche als Sans-Papiers. Im Schutz der UN-Kinderrechtskonventionen, die auch die Schweiz ratifizierte, können sie die Schule besuchen. Doch was kommt danach? Für den Abschluss eines Lehrvertrags brauchen sie eine gültige Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung. Zwei Voraussetzungen, die jugendlichen Sans-Papiers fehlen. Seit drei Jahren könnten sie für ihre Lehre ein befristetes Aufenthaltsrecht beantragen, doch in der Realität wird diese Verordnung kaum genutzt. Dabei sollte eine Nachfrage bestehen: Fachleute schätzen, dass jährlich 200 bis 400 Sans-Papiers die obligatorische Schulzeit beenden.

Olivia Jost von der Anlaufstelle für Sans-Papiers kennt Tumur. Sie hat in den letzten Jahren verschiedene Jugendliche beraten. Wieso nutzen sie die Ausnahmeregelung kaum? «Die Hürden sind schlichtweg zu hoch», sagt Jost.

Ein Jugendlicher muss mindestens fünf Schuljahre in der Schweiz plus eine Lehrstelle nachweisen. «Es braucht ein Lehrmeister, der bereit ist, während des Verfahrens auf den Jugendlichen zu warten.»

Die Hauptschwierigkeit sieht die Co-Leiterin der Beratungsstelle aber anderswo: Die Bewilligung gilt nur während der Lehrzeit. Indem der Jugendliche seine Identität preisgibt, bringt er seine Familie in Gefahr. Fast alle jungen Sans-Papiers leben mit mindestens einem Elternteil und Geschwister hier. Sie drohen aufzufliegen. «Der Druck auf diese minderjährigen Sans-Papiers ist immens», sagt Olivia Jost.

Sonntag, 17 Uhr, wieder im selben Café: Erstmals begleitet Tumur seine Mutter zu unseren Treffen. Er ist zurückhaltend freundlich. Seit einigen Monaten sucht er eine Lehrstelle. Gäbe es keine Schranken der Realität, wäre Tumur am liebsten Sänger. «Die Musik ist für mich das Wichtigste», sagt er.

Er hört verschiedene Stile, mag vor allem amerikanische und koreanische Künstler. Hätte er Geld, würde er sich ein Klavier oder eine Gitarre kaufen. Und dann in einer Band spielen? Kopfschütteln. «Lieber alleine und dazu singen.»

Im Herbst bewarb er sich als Hotelfachmann – und erhielt Absagen. Der Markt ist hart umkämpft, es gibt nur wenige Lehrstellen. Das habe nichts mit ihm als Sans-Papiers zu tun, erklärt ihm der Lehrer.

Jetzt will sich Tumur für eine Lehre als Detailhandelsangestellter bewerben. Am liebsten in einem Kleiderladen wie Zara. Das Wichtigste sei, in der Schweiz bleiben zu können. Belastet ihn die Situation? «Da muss ich durch. Aber manchmal denke ich wohl zu viel nach.» Mehr will er dazu nicht sagen, das sei Privatsache. Lieber erzählt er, wie gerne er einmal nach Zürich fahren möchte, «weil es dort so viele Geschäfte gibt». Oder wie gerne er einmal nicht der Erste seiner Freunde wäre, der am Samstagabend nach Hause muss. «Aber meine Mutter macht sich immer Sorgen um mich», sagt Tumur.

Sarah nickt. Daran hat sich in all den Jahren nichts geändert. Ihre Gedanken drehen sich um ihn. Sie sorgt sich, wenn er ihr im Sommer zuruft: ‹Mami, ich gehe gratis schwimmen› und in den Rhein hüpft. Sie sorgt sich, wenn er seine Freunde im Jugendtreff sieht. «Ich weiss, dass er intelligent und aufmerksam ist. Aber er ist auch ein Jugendlicher», sagt Sarah. Dazu kommt die nagende Ungewissheit, ob Tumur in der Schweiz eine echte Zukunftschance bekommt: eine Lehrstelle – und nicht Jobs auf dem Schwarzmarkt. Ein möglicher Ausweg gibt es für Sarah und Tumur, doch dafür riskieren sie ihre Existenz in der Schweiz: Sie können beim kantonalen Migrationsamt ein Härtefallgesuch einreichen. Mit Namen.

Härtefallgesuch: Glück oder Unglück?

Olivia Jost von der Anlaufstelle für Sans-Papiers hat Sarah das Verfahren erklärt. Die Behörden würden den Alltag und die Perspektiven von Sarah und Tumur durchleuchten.

Wie sind sie integriert? Wie gut sprechen sie deutsch? Haben sie Schulden? Sind sie gesund?

Ist es zumutbar, sie in die Mongolei zurückzuschicken? Anerkennt Basel-Stadt die beiden als Härtefall, müssten die kantonalen Behörden das Dossier weiterleiten – ans Staatssekretariat für Migration in Bern. Bereits 2010 kritisiert die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen (EKM) die Härtefallregelung. Es bestehe grosse Unklarheit, was die ausschlaggebenden Kriterien für die Annahmen eines solchen Gesuches seien. Zudem gäbe es beträchtliche kantonale Unterschiede. Daran hat sich bis heute nichts geändert, sagt Jost: «Der Ermessungsspielraum der Behörden ist sehr gross. Wir wissen häufig auch nicht, ab wann jemand ein Härtefall ist.»

Bei Sarah und Tumur war sie sich aber sicher. Deshalb reichte sie ein anonymes Gesuch zur Vorprüfung ein. Die Antwort des Basler Migrationsamts schockierte sie: Es sei «wenig chancenreich».

Dienstag, 20 Uhr, im Café: Sarah ringt um Antworten. Vor dieser Nachricht waren ihre Hoffnungen gross, sagt sie. Und nun? Sie blickt aus dem Fenster des Cafés, betrachtet den hell erleuchteten Adventsschmuck, schweigt lange. «Ich weiss es nicht. Mein grösstes Ziel ist, dass Tumur hier eine Ausbildung machen kann.» Sie denke viel nach, wäge ab, sorgt sich noch mehr um ihn. Nach mehr als neun Jahren in der Illegalität will sie auf dem offiziellen Weg an die Papiere kommen. «Nicht so wie andere, die einen alten Mann heiraten.» Wird 2016 ihr Schicksalsjahr? Ihre Antwort klingt fast trotzig: «Nur wenn wir das Gesuch abschicken. Sonst leben wir normal weiter.» – Was bedeutet normal? – «Normal leben heisst für mich, immer Angst zu haben.»

Ein paar Wochen später wirkt Sarah gefasster. Findet Tumur eine Lehrstelle, wagen sie es trotzdem, ein Härtefallgesuch zu stellen. «Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Glück oder Unglück», sagt Sarah. Jeden Abend zündet sie deshalb eine kleine Kerze an und betet zu sieben Sternen am Himmel. Dafür, dass sie in ihrem «Träumli-Land» bleiben darf. Sichtbar, mit Papieren und ohne Angst.

*Die Autorin hat in den letzen zwei Jahren die Schweizer Journalistenschule MAZ in Luzern absolviert. Dieser Text ist eine ungekürzte Version ihrer Diplomarbeit.