Janggen bestätigte damit eine Meldung des "Bote der Urschweiz" vom Dienstag. Vor knapp einem Monat war bekannt geworden, dass der Pfarrer von Küssnacht nicht mehr im Amt sei. Als Grund wurden Schulden von mehreren hunderttausend Franken genannt. Er soll mehrere Dutzend Personen um Geld angegangen haben.

Verschuldet hatte sich der Kirchenmann wegen seiner Spielsucht. Gespielt hatte er gemäss Janggen in einem regulären Casino.

Janggen hat die Gläubiger des Pfarrers in einem Brief über die Höhe der bislang bekannten Ausstände informiert. Es sei denkbar, dass Betreibungen gegen den Pfarrer eingeleitet würden, sagte er. Ein Strafverfahren sei seines Wissens nicht am laufen. Die Frage wäre dabei auch, ob überhaupt ein Tatbestand erfüllt wäre.

Der Pfarrer war in Küssnacht über zwei Jahrzehnte im Amt gewesen. Im Internet wurde eine Sammelaktion lanciert, um ihm bei der Schuldentilgung zu helfen. Bis am Dienstag kamen rund 15'000 Franken zusammen.

75'000 Spielsüchtige

Laut Sucht Schweiz sind hierzulande schätzungsweise 75'000 Menschen spielsüchtig. Die sozialen Kosten der Spielsucht in der Schweiz werden auf 551 bis 648 Millionen Franken pro Jahr geschätzt.

Ende 2017 lag die Zahl der schweizweit geltenden Spielsperren bei 53'920. Spielbanken schliessen Personen aus, wenn diese überschuldet sind, unverhältnismässig hohe Risiken eingehen oder den Spielbetrieb stören. Spieler können sich auch selber sperren lassen.

In der Schweiz gibt es acht A-Casinos und 13 B-Casinos. Diese unterscheiden sich im Spielangebot, etwa bei Einsatz- und Gewinnlimiten, Anzahl Automaten und Tischspiele sowie Umfang des Jackpots.