Rund zwei von hundert Neugeborenen in Europa kommen aufgrund des Alkoholkonsums ihrer Mutter während der Schwangerschaft mit Beeinträchtigungen zur Welt, wie Sucht Schweiz am Freitag mitteilte. Zum Tag des alkoholgeschädigten Kindes vom kommenden Sonntag macht die Stiftung auf diesen Fakt aufmerksam - und ruft die Gesellschaft dazu auf, es schwangeren Frauen zu erleichtern, möglichst auf den Alkoholkonsum zu verzichten.

Auch wenn nicht eindeutig belegt sei, ab welcher Alkoholmenge die Entwicklung des Kindes beeinträchtigt werde, so könnten die Schäden für Neugeborene beträchtlich sein, schreibt Sucht Schweiz. Beispielsweise litten Kinder an Merk- und Lernschwierigkeiten, Sprechstörungen, Hyperaktivität und Impulsivität. Im Extremfall seien auch Wachstumsverzögerungen sowie Dysfunktionen des zentralen Nervensystems mit entsprechenden Folgeschäden zu beobachten.

Gemäss den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen sei es am sichersten, während der Schwangerschaft keinen Alkohol zu trinken. Auch die Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen (Ekal) gibt diese Empfehlung ab.