«Ich bin hässig. Ich will nach Bern ins Bett. #holtmichhierraus.»: Die 41-Jährige twitterte sich so richtig den Frust von der Seele. Insgesamt sieben Tweets setzte Rickli von ihrer SBB-Odyssee ab. Offenbar wurden im Zug keine Informationen an die Passagiere durchgegeben. 

Die Verspätung wuchs auf eine Stunde an. Rickli musste also noch etwas länger die Vorzüge des leeren 1.-Klass-Abteils geniessen.

Dann kam der Durst, das verstehen wir natürlich. «Liebe SBB, gibts wenigstens Freibier oder so?», twitterte sie an die Adresse von SBB-CEO Andreas Meyer. 

Kurz nach Mitternacht (!) schaltete sich SBB-Sprecher Christian Ginsig hinzu. «Äxgüsi, kann den Frust um diese Zeit gut verstehen.» Und lieferte später noch die Erklärung für die Panne nach.

Irgendwann rollte der Zug wieder. Mit fast 90 Minuten Verspätung kam Rickli in der Bundesstadt an, wo sie bereits um 8 Uhr wieder an die Session muss. «Ich war noch nie so froh in Bern zu sein», schrieb Rickli. Ob sie wenigstens irgendwo noch ein Bier gekriegt hat? 

(amü)