Züge, Busse und Haltestellen seien in der Regel in ordentlichem Zustand, Billett-Entwerter und Automaten funktionierten und die Sitze seien mehrheitlich in Ordnung, schreibt das BAV in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht.

Bei Ordnung und Schäden erreichten die Unternehmen gute bis sehr gute Werte: Es liegen kaum Abfälle oder Zeitungen herum, Sitze und Abfallbehälter sind meistens unbeschädigt und die WCs funktionieren in der Regel. Fast alle Bus- und Bahnunternehmen erreichten bei diesen Kriterien den Mindeststandard, heisst es im Bericht. Sehr gut bewertet wurden laut BAV auch Kompetenz und Verhalten des Fahrpersonals in den Bussen.

Zu wenig sauber

Die grössten Probleme zeigten sich bei der Sauberkeit, der Kundeninformation und an den Haltestellen. Ein Drittel aller Transportunternehmen verfehlten die Mindeststandards bei der Funktionsfähigkeit von Einrichtungen an Haltestellen. Bei der Kundeninformation an Haltestellen oder in den Fahrzeugen waren es fast ebenso viele.

28 Prozent der Busunternehmen haben zudem ein Problem mit der Sauberkeit, bei den Zügen sind es 17 Prozent. Insgesamt fiel die Bewertung 2018 sogar schlechter aus als im Jahr zuvor. Auch viele Haltestellen werden als zu wenig sauber beurteilt. Das BAV will nun zusammen mit den Transportunternehmen das Verbesserungspotenzial ermitteln.

Keine Angaben zur Pünktlichkeit

Im Bericht sind die Ergebnisse auch nach Kantonen aufgeschlüsselt. Am besten schneiden die Zentralschweizer Kantone ab. Die meisten lateinischen Kantone finden sich in der hinteren Hälfte. Das Schlusslicht bilden die beiden Appenzell.

Grundlage der Erhebung ist das Qualitätsmesssystem im regionalen Personenverkehr (QMS RPV). Insgesamt haben Testkunden 2018 47’026 Erhebungen in Fahrzeugen und 51'374 an Haltestellen durchgeführt. Das System ist noch im Aufbau. Ergebnisse zur Pünktlichkeit liegen für letztes Jahr nicht vor.