Am Mittwochabend wurde der Kantonspolizei Obwalden von Wanderern der Fund eines menschlichen Skeletts im Gebiet Grossschlierental gemeldet. In der Folge ist die Kantonspolizei vor Ort ausgerückt. Bei der ersten grossräumigen Sichtung des Fundortes sind die Einsatzkräfte dabei auf weitere menschliche Gebeine in der näheren Umgebung gestossen. Das teilt die Kantonspolizei Obwalden am Freitag mit.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und des unwegsamen Geländes konnte die Bergung der Toten erst am folgenden Tag erfolgen. Sie wurde unter Beizug von Spezialisten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich und des Forensischen Instituts Zürich durchgeführt.

Ein Toter könnte vermisster Pilzler sein

Nach ersten Erkenntnissen kann ein Zusammenhang der beiden Funde ausgeschlossen werden. Bei den zufällig gefundenen Gebeinen dürfte es sich um sterbliche Überreste des seit zwei Jahren im Gebiet vermissten Pilzlers handeln. Der 82-jährige Mann war im August 2017 im Gebiet Jänzi oberhalb von Stalden alleine auf Pilzsuche. An der Suche war damals die Alpine Rettung Schweiz, die Rettungsstation Sarneraatal, die Armee, die Rega, die Kantonspolizei Zürich sowie die Zuger Polizei beteiligt. Trotz des Einsatzes von Helikopter und Personenspürhunden blieb die Suche erfolglos.

In Bezug auf den zuerst gemeldeten Skelettfund laufen die Ermittlungen. Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Obwalden. (pd/jvf)